Am 23. und 24. April 2010 fand in Bergisch Gladbach das erste Seminar der Bildungsinitiative
ACHTUNG MITWELT
in Kooperation mit dem Verein SCHÜLER FÜR TIERE statt,
an dem knapp 40 Pädagogen/innen und Interessierte
aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen.
In dem zweitägigen Seminar wurden die Grundlagen für ein nachhaltiges,
umwelt- und tierfreundliches Lernen an den verschiedenen Schulformen und in der Jugendarbeit diskutiert.
Darüber hinaus wurden durch Beiträge verschiedener Referenten auf die wichtigen Zusammenhänge der Gewaltprävention, Sozialkompetenz und einer zukunftsorientierten Mensch-Tier-Beziehung eingegangen.
Diese Veranstaltung bildet den Auftakt einer 2010 und 2011 geplanten Seminarreihe,
welche die Problematik einer bisher unzureichenden Wissensvermittlung
von Tierschutz- und Umweltschutzthemen in Schulen und in der Jugendarbeit entgegenwirken möchte.
Ziel dieser in Deutschland erstmalig angebotenen Seminarreihe ist die Ausbildung von Pädagogen
und Interessierten zu „Mitweltlehrern/innen“, welche die erworbenen Kenntnisse
Kindern und Jugendlichen vermitteln sollen.
Regina Kowalzick
Leiterin / Bildungsinitiative ACHTUNG MITWELT
Sabine Luppert
1. Vorsitzende / Schüler für Tiere e.V.
Tötungsstationen? Nein danke!
Egal ob Hunde aus Spanien oder woanders her; die beiden tierverrückten Damen helfen wo sie können.
Manuela Mathe 02902/774274
Carmen Jesse 02902 -58938
wichtige Seite !!!
http://www.charitywatch.de/
Angsthundprojekt - Artikel in der Zeitschrift "Der Hund"
1. Sie haben das Projekt Angsthund ins Leben gerufen – was ist das?
Das Angsthundprojekt ist ein Pilotprojekt, welches in Kooperation mit Perros de Catalunya e.V., unseren spanischen Partnertierheimen, animal learn und tierisch menschlich! ins Leben gerufen wurde. Bei diversen Besuchen in unseren spanischen Partnertierheimen sind uns über Jahre immer wieder die selben Hunde aufgefallen, die sich in ihren Zwingern zurückzogen und keinen Kontakt zuließen. Diese traumatisierten Hunde sind überall vorfindbar und ihre Vermittlungschancen sind minimal. Zudem sind uns viele Vermisstenmeldungen von Angsthunden aufgefallen, die aus ausländischen Tierheimen nach Deutschland in unerfahrene Pflegestellen vermittelt worden sind. Der Hintergedanke dieses Projektes ist, ein fundiertes Wissen zum Thema Angst bei Hunden in den jeweiligen spanischen Tierheimen zu hinterlassen, mit dem wir die Hilfe zur Selbsthilfe fördern möchten. Im Vorfeld der zehntägigen theoretischen und praktischen Schulung Anfang Dezember 2010 in Nordspanien wurden über die lokale Presse Freiwillige gesucht, die jeweils einen Angsthund betreuen. So war es langfristig möglich, tierbegeisterte Helfer in die Arbeit mit diesen überaus schwierigen Hunden einzubeziehen.
2. Welche Erfolge erhoffen Sie sich von diesem Ansatz?
Die Situation in den spanischen Tierheimen ist immer noch weit von dem Standard, den wir aus deutschen Tierheimen kennen, entfernt. Für jeden Hund bedeutet das ein enorm hartes "Über"leben - für die Angsthunde im Tierheim bedeutet es die totale Aussichtslosigkeit - Tierheim für immer. Denn aufgrund ihrer Ängste können diese Hunde von eventuellen Interessenten gar nicht berücksichtigt werden - sie werden schlichtweg übersehen, weil sie sich angesichts fremder Menschen verstecken. Durch die Schulung der betreuenden Personen, die von jetzt an intensiv und professionell mit ihrem Angsthund arbeiten, erhoffen wir uns, dass auch diese bisher hoffnungslosen Fälle mittelfristig eine Vermittlungschance bekommen.
Wir möchten ebenso auf einen sensibleren und gut durchdachten Umgang mit traumatisierten Hunden aufmerksam machen und mit diesem Projekt einen alternativen Ansatz im Umgang mit Angsthunden aufzeigen.
3. Welche Art der Hilfe benötigen Sie?
Wir beabsichtigen, nach dem überaus großen Erfolg des Pilotprojektes im Dezember 2010, dieses weiter zu verfolgen. Wir würden uns wünschen, weitere solcher Projekte durchzuführen, um anderen Regionen ebenfalls das entsprechende Wissen zur Verfügung stellen zu können. Nur so haben diese Hunde eine Chance auf ein würdevolles Leben. In Deutschland haben wir im zweiten Schritt geplant, spezielle Pflegestellen für Angsthunde auszubilden sowie Workshops und Fortbildungen anzubieten.
Das Projekt wurde aus eigenen Mitteln des noch jungen Vereins Perros de Catalunya e.V. getragen. Für eine Fortführung sind weitere finanzielle Mittel notwendig. Zudem werden interessierte Menschen gesucht, die sich zutrauen, die Herausforderung anzunehmen, einem Angsthund den Weg in ein "normales" Leben zu ebnen.
Es wäre schön, wenn Sie meine Kontaktdaten angeben könnten. Meine Adresse lautet :
Constanze Schöttler
Im Sohl 12
34516 Vöhl
--
Constanze Schöttler
1. Vorsitzende des Vereins
Perros de Catalunya e.V. www.perros-de-catalunya.de
Tel.: 05631-505852 oder
Handy 0163-2566117
Brief von Maja von Hohenzollern
Sehr geehrter Pfarer Wunderle,
herzlichen Dank für Ihre Reaktion auf die SWR Sendung „Unglaubliche
Hundegeschichten“ in der ich zu Gast war.
Es ist ja schön, wenn überhaupt mal jemand seitens der kath. Kirche
reagiert. Dass Sie enttäuscht sind über meine Äußerungen in Bezug auf die
kath. Kirche und den Papst, weil diese Tieren eine Seele abspricht und sie
damit zu einer gefühllosen Sache degradiert kann ich verstehen, denn diese
erbärmliche Haltung der Kirche kostet Millionen von Tieren das Leben.
Und das ist in der Tat mehr als enttäuschend.
Sie werfen mir vor die gequälten Tiere zur „ Antikirchlichen
Medienpropaganda auszunutzen“. Bevor Sie mit solch wenig substanziellen
Äußerungen, die eh hin nur als verzweifelter Versuch zur Ablenkung des
eigentlichen Problems und als Mangel an Verantwortung gewertet werden
können, kommen, sollten Sie sich vorab vielleicht mit nachfolgender
Realität beschäftigen.
Möglicher Weise kommen Sie dann zu dem Schluss, dass die Kath. Kirche
selbst für ihre eigene „Antikirchliche Propaganda“ sorgt und es dazu
keineswegs der Mitwirkung ausstehender Personen bedarf:
Es ist eine Tatsache, dass insbesondere in Süd- und Osteuropa mit Tieren
sehr grausam umgegangen wird. Dabei handelt es sich nun einmal um
kath./orth. Länder, dass werden Sie wohl nicht leugnen wollen.
Wenn man sich auf die Suche nach den Ursachen begibt, trifft man neben,
mangelender Bildung, fehlenden Tierschutzgesetzen, falscher Erziehung auch
auf den Glauben. Gerade in diesen Ländern sind die Menschen oft sehr
gläubig und die Kirche hat einen großen Einfluss. Wenn diese Kirche nun den
Menschen predigt, dass Tiere keine Seele hätten und der Mensch über sie
herrschen solle, dann liegt darin ein Hauptgrund für den Umgang mit Tieren.
Und der ist in allen kath./orth. Ländern oft verheerend.
Allein in Rumänien wurden seit 2004 ca. 10 Millionen Straßenhunde
bestialisch ermordet! Den Tanzbären reißen Ihre kath. Glaubensbrüder die
Zehen und Zähne aus, mit Nadeln stechen sie die Augen aus.
In Spanien werden jedes Jahr Millionen Hunde/Katzen in Tiertötungsstation
z.T am lebendigen Leib verbrannt oder mit T61 vergast! Ca. 100 000 Galgos
(Hunde) werden im kath. Spanien jedes Jahr an Bäumen aufgehängt! Samstags
eine Tier massakrieren (Stierkampf) und Sonntags in die Kirche rennen. Kein
Problem in der kath. Glaubensgemeinschaft.
In Bulgarien gibt es ein ähnliches Bild , Millionen von misshandelten und
getöteten Straßenhunden- und Katzen. Gerade ging der Fall „Mima“ um die
Welt, einer Hündin, der man alle! 4 Pfoten abgehackt hat!! Der Mann ließ
sich dann für Geld mit dem armen Hund fotografieren. Es zu fürchten, dass
dies Nachahmer findet..! Der arme Hunde lebt noch und ist indes in den
Händen deutscher Tierschützer, die nun nach medizinischen Lösungen für das
arme Tier suchen. Der Täter blieb ungestraft.
In Italien, vor der Haustür des Papstes, laufen seit Monaten große
Proteste gegen die staatlichen „Canili“, die Tierstationen. Zwar ist es in
Italien ausnahmsweise verboten Tiere zu töten, aber man hält sich vieler
Orts nicht daran. Es gibt Betreiberorganisationen für dieses „Canili“, die
vom ital. Staat für jeden Hund, den sie dort aufnehmen 7-8 € bekommen.
Mancher Orts sind 2000 Hunde in riesigen Schweinezuchtanlagen in engen
Käfigen eingepfercht, ohne Licht und grausamen Bedingungen, da die die
Betreiber (kath. Glaubensbrüder) ja riesig damit verdienen! Die Tiere
verhungern sogar oft, weil man sie nicht füttert, sie werden trotzdem tot
im Käfig liegen gelassen und weiter mitgezählt, es gibt ja reichlich Geld
dafür..
Auch in Italien töten Kinder unter 9 Jahren Hunde und Katzen…, weil man sie
nicht entsprechend erzieht.
In Apullien werden jährlich 100 000 Hunde ausgesetzt und sterben auf der
Straße, weil sie überfahren werden, verhungern oder an Krankheit sterben.
In Zypern werden jedes Jahr tausende Hunde und Katzen mit „Lannate“
vergiftet. Mittlerweile wurde das Mittel, was öffentlich erhältlich war,
verboten, aber es gibt andere Gift im freien Handel, die weiter benutz
werden. Die Tiere sterben grausam über Stunden und Tage hinweg. Ein
zypriotischer Student namens Panayiotis Kyriakou filmte sich kürzlich
dabei, wie er einen Hund mit einem Topf kochendem Öl übergoss und dabei
hysterisch lachte! Das Video stellte er bei You tube ein. Er wurde bis
heute nicht bestraft. Ebenso gibt es Videos wo man Katzen Silvesterkarcher
in Ohren und Po steckt und sie dann explodieren sieht..
In Ungarn und Polen floriert eine unsäglicher Welpenhandel durch die
Hundemafia. Sogenannte „Wühltischwelpen“ werden dort von Hundevermehrern,
die Hündinnen als Zuchtmaschinen missbrauchen, zu Dumpingpreisen und viel
zu jung angeboten. Ab 20 € kann man einen Rassewelpen kaufen. Die armen
Tiere sind oft nur 2-3 Wochen alt und viel zu früh der Mutter entrissen. In
Drahtkäfigen zusammengepfercht werden sie auf Märkten angeboten, frieren
bei eisigen Temperaturen und sterben oft nach kurzer Zeit. Auch in großen
Zoogeschäften wie in Belgien werden diese Tiere angeboten und die Geschäfte
verdienen am Zwischenhandel, aber vor allem am Leid der Tiere mit. Allein
in Ungarn wurden 2008 vom Flughafen Budapest fery Hegy mehr als 10 000
Welpen verschickt.
Sie verwehren sich gegen meine Vorwürfe an die kath. Kirche und den Papst
und behaupten dieser hätte mehrfach zur Bewahrung der Schöpfung
aufgefordert. Es stellt sich hier nur die Frage , ob der Papst die Tiere
zur Schöpfung überhaupt dazu zählt! Dazu hat er sich nämlich nie bekannt
und genau deshalb fordern wir ihn dazu auf, Tiere als Teil der Schöpfung
ausdrücklich zu erwähnen und anzuerkennen!
Angesichts der oben geschilderten schlimmen Situation der Tiere in
kath./orth. Ländern, frage ich Sie, warum dann das Leid der Tiere dort so
groß ist, wenn der Papst sich doch angeblich einsetzt???
Angesichts dieser leidvollen Tatsachen und Millionen getöteter und
gequälter Tiere in den kath./orth. Ländern stellen wir uns die berechtigte
Frage:
WO IST DER PAPST, wenn dort Millionen Tiere getötet werden??? WO FORDERT ER
SEINE GLAUBENSANHÄNGER BEI BESUCHEN/ KIRCHENTAGEN AUF; TIERE ALS TEIL DER
SCHÖPFUNG ZU REPEKTIEREN??? WO UND WANN HAT DER PAPST JE BESTÄTIGT; DASS
TIERE EINE SEELE HABEN?
Es wäre schön, wenn Sie mir hierzu entsprechende Belege unterbreiten
könnten.
Sie werfen mir „flache Äußerungen“ in Bezug auf den Papst und die kath.
Kirche vor. Dann schildere ich Ihnen gern unsere Bemühungen und die
Reaktionen der kath. Kirche.
Entscheiden Sie dann selbst , wer „flache Äußerungen „ abgibt.. :
Wir haben ganz konkret alle 16 Bistümer in Deutschland mit der Bitte um
Stellungnahme zu Tieren in der kath.Kirche und Kooperation im Bereich
Tierschutz angeschrieben, leider waren die Reaktionen ernüchternd bzw. es
erfolgte erst gar keine Antwort und es ergab sich daraus nicht einziger
positiver Ansatzpunkt zur Kooperation oder ein Bekenntnis der Katholischen
Kirche zu Tieren oder deren Schutz.
16 katholische Bistümer und deren Bischöfe /Erzbischöfe, die regelmäßig im
Vatikan verkehren, in Deutschland hatten kein Interesse am Thema Tiere,
Tierschutz oder sich zu Tieren zu bekennen.
Ferner haben wir ganz konkret den Papst, also den „Heiligen Vater“ (=
Oberhaupt des Vatikans) angeschrieben und ihn auf die schlimme Situation
der Tiere in katholisch/orthodoxen Ländern hingewiesen und ihn gebeten dazu
Stellung zu nehmen und sich dazu zu bekennen, dass Tiere eine Seele haben
und so den Tieren zu helfen. Leider ohne Erfolg.
Dass ein deutscher Papst, der hier eine andere Kultur im Umgang mit Tieren
kennengelernt haben sollte und er im VATIKAN in Italien lebt, wo quasi vor
seiner Haustür derzeit ca. 550 000 Hunde in grausamen „Canili“ kaserniert
sind und zu tote gequält werden und der dazu nichts sagt und diesen
Geschöpfen trotz vieler Bitten nicht helfen will, der sich nicht mit einem
Satz dazu äußern möchte, dass Tiere Teil der Schöpfung sind und eine Seele
haben - das ist in der Tat trauriger Stoff für die Boulevard-Presse.
Ebenso habe ich ganz konkret auf dem ersten Kirchentag „Mensch &
Tier“ 27-29. 08.2010 in Dortmund , der von der evangelischen Kirche
initiiert (WO WAR DIE KATHOLISCHE KIRCHE??) wurde, Vorträge über die
Situation der Tiere in katholisch/orthodoxen Ländern gehalten und den Papst
und die katholische Kirche aufgefordert, sich dazu zu bekennen, dass Tiere
Teil der Schöpfung sind und eine Seele haben. Dies wurde auch durch
internationale TV Teams in 17 Länder berichtet, genau wie die vielen Reden
und Bitten der anderen Redner/innen über die grausame Situation der Tiere
und ihre Rolle in der kath. Kirche.
Leider erfolgte auch hier keinerlei positive Reaktion der katholischen
Kirche.
Auch den Bruder des Papstes, Prof. Dr. Georg Ratzinger, der auch im VATIKAN
verkehrt, schrieben wir ganz konkret an, mit der Bitte sich für ein
Bekenntnis zu den Tieren und ihren Schutz beim Heiligen Vater einzusetzen.
Dieser schrieb uns ganz konkret, „dass er generell keine Briefe an seinen
Bruder, den Papst weitergibt und dass sich viele Menschen so sowieso nicht
an die die Ermahnungen des Papstes hielten.“
Also auch hier keine Hilfe für Tiere, kein Bekenntnis zu Tieren, sondern
die klare Abfuhr noch nicht einmal einen dringenden Brief für die Sache der
Tiere weiterzugeben. Tiere interessieren die kath. Kirche nicht.
P.Eberhard v. Gemmingen vom RADIO VATIKAN schrieben wir auch und er
antwortete: „Die Kirche tut viel für die Gewissensbildung der Menschen,
damit sie die Schöpfung respektieren.
Das ist ihre Aufgabe, NICHT der Tierschutz im strengen Sinn.“ Also auch
wieder die klare Absage an die Tiere, die NICHT zur Aufgabe der
katholischen Kirche sollen und somit keinen Platz in ihr haben.
In einem weiteren Schreiben zementiert P.Eberhard v.Gemmingen vom RADIO
VATIKAN diese Absage der kath. Kirche an die Tiere noch einmal ganz konkret
, in dem er auf eine erneute dringliche Bitte, sich endlich zu Tieren als
Teil der Schöpfung mit Seele zu bekennen und sie aus ihrer schlimmen Lage
in den kath./orhod. Ländern zu retten, wie folgt antwortete:
„Besten Dank für die Zusendung, die Thematik der Tiere ist zu weit entfernt
vom Radio Vatikan und den ZENTRALEN AUFGABEN des VATIKANS. Ich kann Ihnen
nicht helfen. Nehmen Sie Ihre Unterlagen bitte anbei zurück.“ Tiere haben
in der katholischen Kirche keinen Platz .
Diese Erkenntnis ist real und sie kostet Millionen von Tieren in
kath./orth. Ländern das Leben.
Wenn der Papst die Tiere in seine Predigten einbeziehen , sie als Lebewesen
mit Seele und Teil der Schöpfung anerkennen würde und dies seinen
Priestern als Botschaft auf den Weg geben würde, dann könnte er nachhaltig
im Umgang mit Tieren in den besagten Ländern etwas verändern und Millionen
Tieren das Leben retten.
Wenn er wollte.
Wer zusieht und schweigt, macht sich zum Mittäter.
Gern übersende ich Ihnen die zahlreichen Zusendungen von Menschen, die sie
Sendung ebenfalls gesehen haben und aus besagten Gründen/Umgang mit Tieren
aus der kath. Kirche ausgetreten sind.
Mit freundlichen Grüßen
Maja Prinzessin von Hohenzollern
Botschafterin des ETN e.V.
Kommentar zum Tierschutz in Spanien:
Ein Skandal ohnegleichen
CADÍZ / SPANIEN (09.02.2011): Das Urteil der Gerichtsverhandlung zu der es nie hätte kommen dürfen ist gesprochen, ein Urteil welches fassungslos macht, ein Skandal ohnegleichen. Der italienische Tourist Simone Righi, dessen einziges “Vergehen” es war, den Schmerz über den tragischen Verlust seiner Hunde Holly, Vito und Maggie auszudrücken, wurde wegen angeblicher Aggressionen und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu 4 Jahren und 6 Monaten Haft, sowie der Übernahme der Hälfte der Gerichtskosten und der Zahlung von Schmerzensgeld an drei Polizeibeamte, verurteilt.
Auch Isabel Somoscarrera, Bürgerin von Cádiz, die schuldig befunden wurde, der Stadträtin Carmen Obregón während der Demonstration ins Gesicht geschlagen zu haben, soll ihre nächsten viereinhalb Lebensjahre hinter Gittern verbringen sowie eine Geldbuße zahlen.
In Cádiz werden offensichtlich nicht nur die Tier- sondern auch die Menschenrechte brutal unterdrückt, existiert in Cádiz vielleicht Rassismus gegen Ausländer? Ist Cádiz Teil der Europäischen Union oder eher eine dunkle Diktatur?
Der Skandal um die Perrera von Puerto Real hat im September 2007 für blankes Entsetzen in ganz Europa gesorgt. Durch den schrecklichen Tod dreier Hunde italienischer Touristen in einer vermeintlichen Tierpension, konnte endlich bewiesen werden, was viele Tierschützer schon seit langem geahnt hatten, dass in der Perrera von Puerto Real die Todeskandidaten auf grausame Art und Weise sterben. Eine billige Spritze lähmte ihre Muskeln bis zum Tod, MIOFLEX, ein muskellähmendes Mittel, führte zu einem langsamen, oft tagelangen qualvollen Tod bei vollem Bewusstsein, vermutlich bei Abertausenden von Hunden und Katzen, da es seit 1994 verwendet wurde.
Während einer friedlichen Demonstration in Cádiz gegen die Tötungsstation, an der hunderte von Menschen teilnahmen, wurde Simone, der Besitzer der verendeten Hunde, vom Denunzianten zum Angeklagten.
Die Bürgermeisterin Teófila Martínez besuchte eine naheliegende Kirche, als sie diese verließ, wurden ihr von Demonstranten Vorwürfe gegen die sadistische Art und Weise der Tötung der Tiere gemacht. Jo Fiori, die Partnerin von Simone Righi, zeigte ihr ein Foto eines der getöteten Hunde in der Kühlkammer, woraufhin Teófila Martínez das Foto zerriss. Man kann sicher gut nachvollziehen wie entsetzt die Zeugen waren. Daraufhin kam es zu einem Gerangel mit zwei Polizisten, angeblich rief Righi “asesina” (Mörderin) und “hija de puta” (Hure), und hob seinen Arm gegen Teófila Martínez, “mit der Absicht sie zu schlagen”. Wer das italienische Temperament kennt, wird wissen, das Gestikulieren einfach dazu gehört.
Der Stadtabgeordnete Ignacio Romaní, konnte den angeblichen tätlichen Angriff laut seiner Aussage verhindern, doch die Videoaufnahmen zeigen nichts von alledem, was man sieht und hört, sind Polizisten die Simone Righi brutal zu Boden knüppeln und eine aufgebrachte Menge, die ihre Wut gegen die Bürgermeisterin lautstark bekundet.
Simone Righi wurde während seiner Verhaftung blutig geschlagen und war 2 lange Monate wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt inhaftiert, die spanische Demonstrantin wurde gegen eine skandalös hohe Kaution freigelassen. Offensichtlich wollte man das Augenmerk auf die vermeintlich militanten Tierschützer richten und von den eigentlichen schrecklichen Ereignissen ablenken.
Doch damit war diese unglaubliche Geschichte noch lange nicht beendet. Auch wenn das Vernichtungslager„El Refugio“ geschlossen wurde, verurteilt wegen Misshandlung von Tieren wurden nur die zwei in der Perrera tätigen Tierärzte, aber nicht der Besitzer Plácido Gómez Muñoz und die Direktorin Manuela Andrade, weil angeblich nicht genügend Beweise vorlagen, um auch ihnen Schuld zuzuschreiben, da sie nicht verpflichtet waren, volle Kenntnis von der Wirkung von MIOFLEX zu haben. Die wirklichen Verantwortlichen für die schrecklichen Geschehnisse in der Perrera von Puerto Real, die vermutlich den Tod von Tausenden von Hunden und Katzen zu verantworten haben, befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß.
Die Betroffenen sind am Boden zerstört und kraftlos, der Rechtsanwalt der Simone Righi wirklich gut im Prozess verteidigt hat ist fassungslos. Weder das Video, welches ganz klar zeigt, dass Simone Righi unschuldig ist, noch die Aussage von Zeugen die Simones Unschuld bestätigen wurden berücksichtigt. Das Gericht hält es für erwiesen, dass Righi “eine aggressive Haltung gezeigt” und die Bürgermeisterin beschimpft hat, aber es gibt keinen einzigen wirklichen Beweis, der die Anschuldigungen bestätigt.
Wir haben Gerechtigkeit gefordert, für Simone, für seine Hunde und die Tiere die zu Tausenden einen qualvollen Tod in der Perrera von Puerto Real erlitten haben. Bekommen haben wir von der spanischen Justiz ein skandalöses Urteil, aufgebaut auf einem wackeligen Lügengerüst. Nicht wirklich verwunderlich, denn Justiz-Willkür, Korruption und Vetternwirtschaft sind in Spanien dermaßen üblich, dass sogar internationale Anwaltskanzleien sich um die Opfer von Justiz-Willkür, Rechtsbeugungen durch Anwälte, Richter und Staatsbediensteten bemühen.
Der Rechtsanwalt von Simone Righi wird vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid in Berufung gehen, wenn nötig bis zum Europäischen Gerichtshof.
Die ist nicht nur die tragische Geschichte von der Misshandlung von Tieren, sondern auch ein Coktail von Autoritätenmissbrauch und Bonzentum und die Geschichte von Menschen die sich für die Rechte der Tiere einsetzen und mit deren Leben man “spielt”! In Spaniens Regierung und Gerichten regieren immer noch Diktatur und Fachismus, man fühlt sich versetzt in ein Land der Dritten Welt. Bürger, die Gerechtigkeit fordern werden eingeschüchtert, sollen durch Abschreckung vielleicht zukünftige Demonstrationen für Tierrechte verhindert werden? Es hätte jeden von uns treffen können.