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Bart
26.6.2010
Hallo hier bin ich !!!
Wie wer ?
Ja ich Bart
unten rechts , was fürne blöde Frage

Meine Güte, war ich aufgeregt, bevor Jana mir Bart bringen sollte. Ich hatte ja alles vorbereitet, sein Wasserschälchen war gefüllt, ebenso sein Fressnapf und Leckerlies zur Begrüßung lagen auch schon parat. Die Decke für ihn hatte ich hingelegt und mein Herz hat geklopft wie verrückt. Ich habe mich natürlich gefragt, ob es tatsächlich "passen" und er mich auch lieb haben würde. Dann war es endlich soweit und ich bin gleich aus der Haustür geflitzt, um meinen neuen Mitbewohner zu begrüßen. Und wie schön: Er war total zutraulich!
Ich war erschrocken, wie mager der Kleine aussieht. Aber das kriegen wir schon hin *lach*. Er hat sich dann übrigens gleich am ersten Tag als absoluter Schmusebär erwiesen und ist auf der Couch in meinem Arm eingeschlafen. Das war ein Glücksgefühl pur! Ich gebe auch zu, dass er in meinem Bett schlafen darf... Unsere abendliche Kuschelei ist uns mittlerweile "heilig" *lach*.
Ein Problem stellte sich jedoch gleich zu Anfang: Bart war mit nichts zu überzeugen, Gassi zu gehen! Weder mit Leckerlies noch sonstwie brachte man ihn über die Türschwelle. Gut, dass ich einen Garten habe (den er im Übrigen total liebt!). Na ja, und morgens fand ich dann halt auch sein Häufchen auf dem Teppich vor. Hab's dann halt weg gemacht, aber so konnte es ja nicht weitergehen. In meiner Verzweiflung rief ich Sonntagabend bei Bettina an und sie kam gleich am Montag angeflitzt. Dann wurde Bart erst mal statt dem Halsband ein Geschirr angezogen und sie hat mit uns Gassi gehen "geübt", d. h. wir mussten ihn am Geschirr gewaltsam aus der Wohnung zerren. Na, Hauptsache, er ging raus... Am nächsten Tag habe ich ihn dann auch immer wieder raus "geschleift". Oh Gott, was hatte das Kerlchen für eine Angst! Wahrscheinlich fürchtete er, dass er wieder weg gebracht würde und außerdem hatte er vor dem Treppenabgang zum Keller Schiss. Und was soll ich sagen: Seit Mittwoch geht Bart freiwillig raus, findet Gassi gehen gaaaaanz toll und fordert mich auch regelrecht dazu auf!
Beim Gassi gehen ist er - wie bei allem anderen - total neugierig. Vieles scheint er nicht zu kennen. Dann bleibt er stehen und beobachtet, wie so ein Garagentor einer Tiefgarage funktioniert *grins*. Er ist völlig sozialisiert und mit anderen Hunden gibt es gar keine Probleme. Wenn uns unterwegs ein aggressiver Hund begegnet, der bellt und knurrt, dann geht Bart hoch erhobenen Hauptes an ihm vorbei und es interessiert ihn überhaupt nicht. Sehr verspielt mit Hunden ist er nicht, aber er lässt sich ein. Eine gewisse Vorsicht ist ihm immer anzumerken, was ich aber als sehr angenehm empfinde. Die ersten Tage war er noch auf der Suche nach "Futter" (Wo liegt das nächste Brötchen?), aber das hat er schon abgelegt. Er reagiert super auf Pfui, Fuß und Bleib! Sitz und Platz kennt er aber noch nicht.
Wohnungen scheint er nicht gewohnt zu sein? Man merkt ihm an, dass da alles neu für ihn ist, aber er ist sehr interessiert und beobachtet alles sehr genau! Als ich das erste Mal gesaugt habe, befürchtete ich, dass er Angst davor haben könnte wegen dem Krach, den ein Staubsauger ja nun mal macht. Also habe ich ihm alles genau gezeigt und er hat dabei gesessen, Köpfchen schief und Öhrchen nach vorne geklappt und alles genau beobachtet. Es würde mich also nicht wundern, wenn er demnächst das Saugen selbst übernehmen würde *lach*.
Er ist total verfressen, was aber auch kein Wunder ist, so abgemagert, wie das Kerlchen hier ankam. Mittlerweile weiß er aber wohl auch, dass das alles für ihn alleine ist und er sich nicht so drauf stürzen muss. Es nimmt ihm ja keiner was weg!
Bart liebt sehr die beschützende Ruhe, die er hier gefunden hat, passt sich aber auch völlig meinem Tagesrhythmus an. Er ist völlig zufrieden, wenn er im Garten liegen kann, wo er entweder auf dem Gras liegt und schläft oder geborgen hinter den Sträuchern und Tannen das Geschehen auf der Straße hinter dem Zaun beobachten kann. Ach ja, und sein Revier hat er auch angefangen zu verteidigen mittlerweile! Da wird schon mal laut gebellt, wenn ein anderer Hund sehr dicht an unserem Garten vorbei geführt wird *zwinker*. Genau wie es sein soll! (Ein Kläffer ist er übrigens gar nicht!)
Alleine bleiben kann er übrigens auch. Er wartet dann ganz lieb, bis ich wieder da bin.
Insgesamt: Bart ist ein absoluter Traumhund! Eine bessere Wahl hätte ich gar nicht treffen können! Ich werde sogar überall angesprochen, weil er so hübsch ist!
Liebe Grüße
Patricia
ja ja ja ich halt ja schon still

so besser ???

wie nur so kleine Schüsseln für mich
und da stehen die Großen
tztztz

mein Garten
mein Gras
mein Zuhause

ja da kuckst Du

hab Dich lieb

2.7.2010
ich hab gesagt mein Garten
da pass ich man gerade rein
weil soooo groß - lang - breit bin ich

wahhhaasss ?
was guckst DUUUU

guckst Du immer noch

datt iss auf Dauer aber langweilig

sag ich doch mein Garten

und mein Haus

und mein Teppich

und mein Strick

und überhaupt
mein Zuhause !!!!

10.1.2011
Nachdem Bart nun ungefähr ein halbes Jahr bei mir lebt, dachte ich mir, wird es mal wieder Zeit ein wenig von ihm zu berichten. Der Kleine ist das Allerbeste, was mir passieren konnte! Ich habe ihn unendlich lieb und auch er hängt total an mir. Uff, anfangs war es schon eine ziemliche Arbeit, denn Bart kannte ja überhaupt nichts, was ich aber in der ersten Zeit nicht mal wusste. Wenn wir hier die großen Straßen überquert haben, ist er jedes Mal total in Panik geraten und ich habe Blut und Wasser geschwitzt vor Angst, dass er aus seinem Geschirr heraus rutschen könnte und auf die Straße rennt. Heute ist mir bewusst, wie viel das Kerlchen innerhalb kürzester Zeit an Eindrücken zu verarbeiten und zu lernen hatte. Wenn ich heute mit ihm diese großen Straßen überqueren will, dann ist das gar kein Problem mehr. Es reicht ein kurzes „Bleib“ und er bleibt sofort neben mir stehen. Wenn es dann heißt „Jetzt“, dann überquert er wunderbar mit mir die Kreuzungen. Das macht er so toll, dass sogar schon Polizisten aus einem an der Ampel haltenden Auto bewundernd zugeschaut haben.
Auch das Begrüßen anderer Hunde war anfangs ziemlich chaotisch, denn er wusste gar nicht, wie er es anstellen soll und so gab es einige Missverständnisse. So bin ich jeden Tag für 1,5 oder 2 Stunden mit ihm hier auf die Wiesen und den Wald gegangen, wo immer viele Hunde sind und er hat auch da schon viel gelernt. Mir geht jedes Mal total das Herz auf, wenn ich ihm zuschaue, wenn er mit den anderen Hunden über die Wiesen springt und tobt und ich merke, wie glücklich er ist. Das Tollste ist – es genügt ein kurzer Pfiff oder Ruf von mir und er saust sofort zu mir, selbst wenn er im intensivsten Spiel mit seinen Kumpeln ist. Das hat schon für einige bewundernde Ausrufe bei anderen Hundebesitzern gesorgt. Na ja, anfangs war ich ja etwas ängstlich, wie das alles so klappt, weil ich ihn ja auch noch nicht so gut einschätzen konnte. Dann haben wir an den Wiesen seinen Kumpel „Schröder“, eine 52 kg Bordeauxdogge kennengelernt. Schröder ist ein ganz souveräner Hund und ich habe schnell gemerkt, dass ich Bart dann bedenkenlos von der Leine lassen kann. Lustig ist, wenn Bart Schröders Ball hat und dann will er ihn nicht mehr her geben. Wenn Schröder dann seinen Ball haben will, knurrt Bart ihn kurz an und Schröder, das riesige Kraftpaket verzieht sich. Überhaupt haben wir auf den Wiesen wahnsinnig viel Spaß. Manchmal komme ich mir vor wie der „Rattenfänger von Hameln“: Ich habe gewöhnlich in winzig kleine Stückchen geschnittene Geflügelwurst dabei und das wissen mittlerweile alle Hunde dort an den Wiesen. Diese Würstchen scheinen besonders lecker zu sein, denn ich habe immer ruckzuck eine ganze Horde Hunde um mich herum, die alles probieren, um ein paar Stückchen Wurst zu ergattern. Da wird Pfötchen gegeben, sich brav vor mich gesetzt, angestubst oder versucht mit der Schnauze an meine Jackentasche zu kommen. Wenn mal keine anderen Hunde da sind, vergnügen wir uns eben alleine. Bart spielt ja so gerne und wenn wir dann Bällchen spielen, wird er es nicht müde, den Bällen hinterher zu jagen.
Oh, und stur kann er sein... wie ein Esel! Wenn er z. B. im Garten sitzt und nicht rein kommen möchte, wenn ich ihn rufe, dann ignoriert er das einfach. Da kann ich rufen, pfeifen, mit Leckerchen locken, wenn Bart nicht will, dann will er nicht, obwohl er sonst ja wirklich gut hört.
Und wenn Bart etwas nicht kennt, dann reagiert er oft noch ängstlich, besonders fremde Hauseingänge machen ihn mitunter panisch und dann verweigert er ebenfalls ganz stur. Als ich ihn z. B. zum ersten Mal mit in die Bank genommen habe, musste ich ihn tatsächlich mit Gewalt am Geschirr rein ziehen. Treppenhäuser generell machen ihm irgendwie Angst. Kürzlich wollte ich ihn mit rein nehmen zu meinem Schneider. Da muss man einige Stufen hoch gehen, aber es war wieder mal absolut nichts zu machen. Bart hat sich mit aller Kraft gesträubt, so dass mir schließlich nichts Anderes übrig blieb, als ihn draußen am Geländer anzubinden.
Ach, es waren in der Zeit, in der Bart bei mir lebt, so viele Eindrücke, die ich gar nicht alle aufschreiben kann. Der erste Schnee – und wie Bart erstaunt stehen blieb, ganz vorsichtig hat er daran geschnuppert und noch vorsichtiger die ersten Schritte auf diesem komischen weißen Zeug gemacht. Silvester – oh, was hatte er Angst bei jedem Knaller und dieses Mal wurde so viel geknallt. Er hat gezittert wie Espenlaub und so sind wir schon gegen 20 Uhr ins Bett (ja, Bart darf bei mir schlafen) und er hat ganz dicht bei mir gekuschelt, das Köpfchen halb unter der Decke, aber immer noch in Hab-Acht-Stellung. Überhaupt ist kuscheln unsere absolute Lieblingsbeschäftigung! Ich brauche mich nur auf die Couch zu setzen und dann fliegt er quasi in einem einzigen Sprung sofort auf den Platz neben mich und rückt ganz dicht an mich dran, sein Köpfchen liegt gewöhnlich auf meinem Bein. Mitunter wirft er sich dann auf den Rücken, wenn ich ihn streichele, lacht über das ganze Gesichtchen und strampelt vor Vergnügen mit allen vier Beinchen. Immer wieder bringt er mich dazu laut zu lachen. Wenn mich jemand sehen würde – oder draußen im Freien sieht – denken sie bestimmt, ich wäre verrückt. Aber mir ist es so was von egal, was die Leute denken, denn ich lebe ja nicht mit ihnen sondern mit Bart!
Kürzlich war ich mit ihm hier bei der Tierärztin, da die Impfungen aufgefrischt werden müssen. Er war auch gar nicht ängstlich, sonder völlig zutraulich und wie meistens sehr interessiert an allem. Aber es war ein Kampf, ihn in der Praxis auf die Waage zu kriegen. Da hat er wieder mal komplett gescheut und es blieb nichts Anderes als ihn hoch zu heben und drauf zu setzen. Im Übrigen ist er gesund, sein Fell glänzt als wäre es mit einer Speckschwarte eingerieben und er wiegt jetzt rund 17 kg. Die Ärztin war sofort auch ganz begeistert von ihm und v. a. war sie total angetan davon, welche Tests alle mit ihm vor seiner Ausreise aus Spanien mit ihm gemacht wurden. Er wurde dort auf alle möglichen Krankheiten getestet, also nicht nur auf Leishmaniose und die Ärztin sagte, dass sie das von Hunden aus dem Ausland sonst gar nicht gewohnt ist! Da geht also ein großes Lob an die Verantwortlichen in Spanien!
Bart ist ein ganz wunderbarer Traumhund, der mein Herz im Sturm erobert hat! Ich möchte keinen Tag mit ihm missen!
überall son weisses Zeug
was soll denn das
das liegt ja auch in MEINEM Garten
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