Cape , eine besondere Geschichte

 aus tiefsten Herzen Danke

lieber Joachim !!!!!!!

Ganz Ganz Dringend !!!!

 

Unser armer Cape war schon nahe an der Grenze des Todes.

Er war einer der so oft ausgesetzten Hunde am Rande einer Kleinstadt. Leishmaniose positiv lebte er in einem Waldstück, seine Symptome wurden schlimmer und er hatte keinen, der sich um ihn kümmerte. Sein Haar fiel aus und er hatte Wunden am ganzen Körper....einige Jugendliche nannten ihn ‚Monster’ und warfen mit Steinen nach ihm.
Allein, krank, angegriffen und verängstigt versteckte Cape sich im Wald.

Wir können nicht verstehen, dass es solche Grausamkeiten gibt!!!

Es war schwer in einzufangen. Wir brauchte einige Wochen – aber dann klappte es. Wir haben gleich die Behandlung gegen Leishmaniose angefangen und jetzt, nach gut 4 Monaten...- ....Cape ist ein anderer Hund!

Wir konnten uns nicht vorstellen, wie Cape wohl aussehen würde - ohne Haar und mit Wunden am ganzen Körper, sogar die Augen waren entzündet. Aber nach und nach wurde es besser und als wir das erste Mal richtig seine Augen sehen konnten....welch Glücksgefühl...- jetzt wussten wir es geht aufwärts mit ihm.

Wie man sich vorstellen kann, ist Cape ein sehr ängstlicher Hund. Er hat sich inzwischen an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, aber man muss noch sehr rücksichtsvoll mit ihm umgehen.

Dieser arme Hund braucht nun dringend eine eigene Familie! Es sollte ein ruhiger Haushalt sein, in dem man viel Zeit mit ihm verbringt und ihm geduldig zeigt, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Es wäre schön, wenn vielleicht schon eine Hündin im Haus wäre um ihn zu unterstützen. Bei uns lebte er mit der Schäferhündin ‚Cirera’ zusammen (sie wurde inzwischen in Deutschland adoptiert), die er sehr mochte und auch immer beschützte.

Bitte helfen SIE Cape, der schon so viel Leiden musste. Geben SIE ihm ein Zuhause, damit er auch er das Paradies kennenlernen kann!

25/06/2008

Eine Wiederholung des Tests hat ein negatives Ergebnis erbracht.

Etwa geboren: Januar 2004

 

   

 http://www.youtube.com/watch?v=EQBf7q-2shk&feature=player_embedded

 

 

 

 

es gibt einen kurzen Infofilm

 

(  http://www.youtube.com/watch?v=EQBf7q-2shk&feature=player_embedded  )

 

ASSOCIACIÓ PROTECTORA
D'ANIMALS DE L'ANOIA

Carretera Vella (Igualada-Manresa)
C37 Km 71,5
08711 Òdena - BCN - Spain

Tel. 00 34 699 41 00 47
(Werktags 10h - 13h30)

man spricht auch deutsch

 

Aktuelle Infos zu Cape  14.10.2009  

Als wenn nicht alles schon schlimm genug wäre gerade bekam ich diese Mail und das wo es so gut wie sicher war das Cape ein Zuhause bekommt !!!   Nuria aus Apan schrieb per Mail   Hallo , schlechte Nachrichten von Cape (gut, könnten auch schlimmer sein)...
Es gab eine Schlägerei heute Nacht und er hat ganz hart bekommen...
Ich habe gerade unsere Tierärztin angerufen. Er hat kein Schwanz mehr (das ist auch nicht so schlimm). Er würde aber ganz viel im Hinten gebissen (besonderes ins Loch). Sie hat ihn genäht und sie denkt es wird alles wieder gut gehen, nur sie kann nicht 100% sicher sein dass er keine Inkontinenz Probleme bekommt (das wäre dann schlimm. Mal sehen ob die Familie ihn dann trotzdem haben wollte). Sie meint wir müssen noch ein paar Tage warten zum sehen dass er "auf den Klo" ganz normal gehen kann...Sie denkt schon. Den Rest von den Körper ist ziemlich in Ordnung.
Sigune weiss schon Bescheid und sie wird es an die Frau oder an Barbara erklären. Barbara ist die jenige die die Vorkontrolle machen wird, weil sie näher wohnt...
Immer das gleiche. Endlich interessiert sich jemand für ihn und dann das, aber drücken wir die Daumen dass er keine Inkontinenz haben wird und dann sollte es kein Problem sein...
 ------- ohne Worte , können nur beten das es Ihm bald wieder besser geht immer daselbe die denen es eh schon schlecht geht , kriegens doppelt und dreifach ab ,
jetzt dürfen wir erst recht nicht aufgeben !!!!!    Einen Schritt vor , drei zurück ...
aber nur um wieder neuen Anlauf zu nehmen  !!!!!!  

 

15.10.2009   Super!

Unser Cape ist schon wieder in Apan! bewegt die 2 Zentimeter Schwanz der ihm geblieben ist...    

 

18.10 2009

Cape geht es ziemlich gut!

(Cape ist nach dem Ganzen was er durchgemacht hat nun ein = Problemhund = der das Vertrauen erst mal wieder aufbauen muss .)

25.10.2009

Cape geht es gut, er ist allein in diesem Moment. Tom geht es jedes
Mal besser, jedes Mal mehr Haare, er ist ganz nett...
 
 

3.12.2009

 
Cape ist nicht inkontinent geblieben !!!
Bei der letzten Untersuchung waren die Titer auch zurückgegangen
alles in allem wartet er nur darauf das ein Mensch Ihm die Tür öffnet
und Ihm ein Zuhause gibt
 
 
 
6.12.2009
 
das kam über einen Verteiler rein
und ist in Bearbeitung
Daumen drücken !!!!!
 

Hallo Andrea,

ich habe gerade geschrieben, dass ich mit Holger
telefoniert habe. Lies' es dir bitte mal
durch und gib' dem jungen Mann eine Chance ...
wenigstens mit einer VK ...

( logo kriegt der seine Chance und Cape auch )


Er hat selber keinen Internetzugang und auch kein
Festnetz. Er hat bei einer Bekannten mal reingeschaut
und über Cape alles gelesen. Er möchte ihn wirklich
gerne haben. Sprich' bitte mit ihm - ich kann hier
leider nichts mehr tun. Das liegt jetzt bei euch!

GVLG ... halt' mich auf dem Laufenden - bitte!
Silvia

 

 

9.12.2009

 

Nach langem Telefonat sieht es wohl so aus das die Stelle nicht geeignet ist für Cape. Es lag nicht an dem Menschen , ganz im Gegenteil , aber wie so immer , an den Finanzen .

Dazu kommt das er viele Tiere hat die frei rumlaufen und das ist auch gut so ,

aber Cape hat Leishmaniose und brauch seine Medimkamente und es gibt auch die Möglichkeit das sich ein anderes Tier anstecken kann. Die Bluttests sind unabdingbar und kosten Geld .

Aber egal , wir haben viele die ein Zuhasue suchen , vielleicht schafft es ja ein Anderer Ihn zu erobern

 

Cape wir geben nicht auf !!

 

 mehr Fotos unter Berichte

Cape hat ein Zuhause !!!!!

 

 

 

23.01.2010

Cape ist endlich Zuhause !!!!

 

Cape haben wir zu Joachim Doerr gebracht, dort ist er mit offenen Armen empfangen worden, die beiden Mädels, die Joachim noch hat, passen auch von der Art her zu dem Süßen, so dass wir hier wirklich ein ganz, ganz großes Werk getan haben. Joachim hat einen toll großen Garten und eine geräumige Wohnung, einfach ein Hundeparadies. Cape hat ein tolles Körbchen gekriegt und hat sein neues Reich erkundet. Ich glaub wirklich, wenn wir die nächste oder übernächste Woche hinfahren zum Gucken, finden wir den Hübschen auf der Couch liegend vor, da wett ich drauf :-)

Es passt einfach, wie es aussieht :-)

 

 

24.01.2010

Guten Morgen Ihr Lieben
 
also das war absolut problemlos gestern Abend und heute Nacht. ich hatte ihm
ein Lichtchen angelassen, daß er sich nicht fürchtet und das Wasser findet.
 
Heute Morgen - 9 h - habe ich ihn rausgelassen, ging ganz prima. Bei unns
schneit  es ein wenig und da habe ich ihn gerufen und er kam tatsächlich-
kurz vor mir kleine Wende zur Tür und hoch.
Dann kleines Frühstück und siehe da, um 10 h kam er mal vorsichtig zu mir
zum Schnuffeln und ließ sich kraulen.
Die Freundschaft scheint besiegelt zu sein. Ich mache schön langsam und
meine zwei Mädchen helfen da sehr :-)
 
ciao & w3
 

 

 

Tagebuch von CAPE / BRUNO

 

Start: 23 Jan 2010 / überarbeitet:      

 

20. Jan. / 21. Jan. 2010

 

Ich bin noch in Spanien, aber ich habe geträumt, ich dürfte bald fort. Ich weiß nicht, soll ich mich freuen, meine Freundin ist ja auch schon weg. Bin etwas unruhig und meine Betreuer sind irgendwie anders zu mir.

Ein seltsames Gefühl. Noch mal versuchen, ein wenig zu schlafen.

 

 

22. Januar 2010

 

Alle sind so aufgeregt, wird da wieder ein Transport fällig. Ich möchte auch mit; bin doch schon so lange hier. Aber mich Alten will ja sicher keiner. Die streicheln mich alle so, als ob sie „Auf Wiedersehen“ sagen wollten. Irgendwas höre ich da immer von Alemana?? Ob das gut schmeckt?

 

Oh je, jetzt versuchen sie mich „Hosenvoll“ auch noch in eine Box zu schieben – nein ich will nicht ......  Hilft mir denn keiner? Huch, da sind ja noch ein paar von meinen Kollegen. Na ja dann bin ich auch mal mutig (bibber bibber).

 

Betriebsausflug??? Autofahren kenne ich gar nicht. Na ja die anderen versuchen zu schlafen, da mache ich mal mit, das kenne ich ja – nur so dunkel ist es. Wenn wenigstens meine Freundin noch da und dabei wäre; dann könnten wir kuscheln.

 

 

23. Januar 2010                      Ankunft in Deutschland

 

Puh, war das anstrengend und aufregend. Aber lauter liebe Menschen, die schön ruhig mit mir geredet haben. Vor allem, als wir dann in einem anderen Auto saßen, nur drei Hunde, die Bettina und der Kai; das sind ja ganz, ganz liebe. Dann kam plötzlich ein Dritter dazu am Auto, die haben mich dann – wie auf einer Sänfte – mit meinem Käfig aus dem Auto gehoben und in ein Haus gebracht. Ui, da war ein ganz großer, schwarzer Hund – bibber bibber. Aber der Neue hat ihn am Halsband genommen und auf die Wiese geführt und so kam ich rasch ins Haus. Da waren ja noch zwei Hunde, aber kleiner und neugierig. Da haben wir uns erstmal beschnuppert; oh, das sind ja Mädchen.

Bettina und Kai sind dann plötzlich wieder gegangen – mussten sich ja noch um die anderen beiden kümmern.

Dann war ich ALLEINE mit zwei fremden Hunden und dem Mann mit der Brille.

Die haben mich aber ganz in Ruhe gelassen, da konnte ich erst mal durchschnaufen.

 

Und dann gab es was zum Fressen, lauter feine Sachen.  Hab mich aber gut benommen und schön langsam gefressen.

Ist eigentlich ganz schön hier, warm und gemütlich.

Ab und zu sind wir noch mal auf die Wiese und dann haben wir erzählt. Die beiden Hunde, die Lola und Omelie sprechen französisch, mein katalanisch haben die dann natürlich gleich verstanden.

Die haben gar keine Angst vor dem Joachim, so heißt der mit der Brille, sondern sind immer zu ihm und haben sich streicheln lassen. Ich bin noch zu schüchtern.....

 

So, jetzt werden alle Lichter ausgemacht – ach nein, ein kleines Licht lässt er an – wahrscheinlich, dass ich mich nicht anstoße im Dunkeln. Er sagt noch irgendwas wie „Gute Nacht“ und „schlaf gut und träum’ was Schönes“ und geht dann hoch zu der Lola.

Omelie ist ja auch noch bei mir, da kann nix passieren.

 

24. Januar 2010

 

Ach habe ich gut geschlafen, schön warm und weich. Das könnte mir gefallen

 

Huch, was ist denn das. Er kommt wieder und sagt fröhlich „Guten Morgen“. Rasch mal auf die Wiese ein Bächlein machen – oh und ein „Großes Bubchen“ - da hat er sich  gefreut.

 

Die anderen beiden sind auch schon wach und da sind wir alle auf der grünen Wiese – grüne Wiese??? Was ist denn da los – alles weiß  und es regnet weiß??? Aber nass ist es trotzdem Dann mal rasch wieder rein. Ich verstehe auch schon KOMM, wenn er dann noch mit der Hand winkt, schleiche ich mich vorsichtig an ihm vorbei.

 

Und dann gab’s Kalbsleberwurst – ich glaube, da hatte er was drin, die war so knackig.

 

Habe mich mal angeschlichen und streicheln lassen, war ganz schön mutig (aber doch ängstlich). Ein angenehmes Gefühl, wie zu Hause in Spanien, wenn die mal Zeit hatten für mich. Genieße das richtig.

Er ist dann mit den beiden raus, Gassi hat er gesagt, aber ich will noch kein Halsband um haben.

Er hat auch schnell gemerkt, dass ich ein ganz schlauer Hund bin; er kam nämlich aus der anderen Richtung und ich habe am oberen Gartentürchen auf ihn gewartet, da hat er sich richtig gefreut.

 

Dann sind wir wieder hoch ins Warme. Ich habe mich mal auf die Couch geschlichen, da liegt man ja ganz bequem.

Aber jetzt gehe ich mal wieder zu ihm, dass er mich sieht. Er sitzt an so einem Kasten und saust mit den Fingern drauf rum. Dabei lacht er ab und zu und  schaut zu mir. Ich stelle mich schlafend, aber mit einem Auge habe ich ihn voll im Blick. Die  Lola liegt zu seinen Füßen und hat überhaupt keine Angst.

 

So, ich mache mal ein Mittagsschläfchen.

 

25. Januar 2010

 

Hab’ ich lange geschlafen – alles war so ruhig – und schön warm, obwohl ich ja gerne draußen bin; vor allem, weil ich ja wieder ins Warme kann.

 

Joachim redet die ganze Zeit von Schnee – keine Ahnung, was das heißt, ist aber nix zum Fressen – oder??

 

Jetzt sind wir noch mal raus auf die Wiese – hat er wieder Schnee gesagt und KALT. Aber mir gefällt das, da kann man so schön mit der Lola rumtoben. Die zeigt mir alles und spielt mit mir – unter uns mal ganz vertraulich: die sieht auch toll aus J !

Er lässt alle Türen offen und wir können rauf und runter – herrlich. Nur Lola wollte dann nicht mehr raus, schüttelte sich und blieb oben. Da bin ich halt auch wieder hoch.

Die Omelie mag den Schnee nicht so sehr, die macht rasch Pippi und dann sucht sie wieder den Joachim und geht hoch. Die wird dann so schön gestreichelt – ob ich mich auch mal trauen sollte? Wenn die beiden anderen das machen, kann es ja nicht so schlimm sein.

 

1.20 h –so jetzt war ich aber mutig. Bin zu ihm hin und habe mich mal länger streicheln lassen – das war schööööön. Muss aber ehrlich sagen, dass ich dazu gegangen bin, als er Lola gestreichelt hat. Die hätte mir sicher geholfen, wenn da was nicht in Ordnung wäre.

 

Dann habe ich so schön geschlafen und tolle Sachen geträumt. Omelie war ganz nahe bei mir.

Lola und Joachim waren „oben“  - ich weiß zwar, wo das ist, aber ich traue mich noch nicht “hoch“. Mir gefällt es im Wohnzimmer, keine Türen und ich kann rund rum laufen durch drei Zimmer.

 

Gab wieder leckeres Futter und immer, wenn ich mutig war ein kleines Leckerchen.

Der Schnee ist immer noch da und wir haben wieder auf der Wiese getollt.

Joachim hat mit so ner großen Schippe draussen den Schnee weggemacht  und plötzlich waren wir zu viert!!!!! Da war Krümelchen auch wieder da. War mal ganz mutig und bin stehen geblieben. Der riecht auch gut und hat gewedelt. Der  hüpft immer so lustig rum, trotz seiner Größe.

Abends sind wir dann wieder hoch ins Wohnzimmer und Joachim ging wieder an den komischen Kasten.

Dann habe ich mich mal angeschlichen und so getan, als ob ich ihn suchen würde. Da ist  er aufgestanden und hat sich auf ein Hockerchen mitten im Wohnzimmer gesetzt und so schön ruhig mit mir geredet. Da bin ich doch mal hin und dachte: wie lange hält er es aus???

Wir haben dann zwei Stunden geschmust und er durfte mich überall berühren. Manchmal war ich ja etwas nervös, aber es hat  mir so gut gefallen, da habe ich ihm die Freude gemacht und still gehalten. Dann waren da noch zwei tote Zecken am Ohr, die hat er mir raus gemacht. Ich fühlte, dass er ganz glücklich war, mich so lange streicheln zu dürfen – da habe ich halt gehalten.

 

Dann kam er doch wieder mit dem Halsband und der Kette, wo ich heute immer abgehauen bin. Ein Glück, dass ich kein Schwänzchen mehr habe, sonst hätte er noch mehr gesehen, dass ich Angst davor habe.

Aber diesmal war ich ganz, ganz tapfer und es hat überhaupt nicht weh getan. Er hat auch nicht dran gezogen, sondern nur  fröhlich immer was von „Gassi gehen“ gesagt.

 

Dann haben wir wieder „Gute Nacht“ gesagt und sind schlafen gegangen.

 

26. Januar 2010

 

Wieder eine herrliche Nacht verbracht. Omelie liegt noch näher bei mir. Ich glaube irgendwann kuscheln und schlafen wir zusammen. Sie braucht doch sicher einen so großen Beschützer wie mich J

Er war heute Nacht mal kurz hier, hat ein Zigarettchen geraucht (das mag ich nicht so sehr) und dann das Lichtchen ausgemacht. Und vor allem hat er die Heizung wieder angemacht, obwohl es wirklich nicht kalt ist.

Frühstück und erste Wiesenrunde wieder schön, nur Lola fehlt. Die schläft mal wieder noch.

Die hat recht, draußen ist es bitter kalt, da bin ich immer wieder mal hoch, hab alles kontrolliert und bin dann wieder raus.

Der Joachim hat irgendwas von EIS gesagt und  ich bin auch ganz komisch gelaufen, die Füße rutschen weg, wenn man zu schnell macht.

Nachher machen wir noch unseren ersten großen Ausflug!!! Nur  das Eis muss weg sein.

Oh nein, das ist zu glatt mit  dem Eis, da fällt mir ja mein Joachim hin.

Da schmusen wir ein bisschen und erzählen miteinander.

So jetzt gehe ich schön schlafen und träume sicher wieder ganz toll.

 

27. Januar 2010

 

Guten Morgen Kaiserslautern – ich bin immer noch da und herrlich ausgeruht.

Herrchen hat mich schon mal auf die Wiese gelassen – Lola, die Langschläferin, ist natürlich nicht da. Na ja mal Pipi machen und alles inspizieren.  Nachts ist das ja so ein bisschen schwierig.

So dann mal Frühstück – juhu Lola ist da, rasch wieder raus – Herrchen lacht: wie bei Schiller – errötend folgt er ihren Spuren...

Weiß zwar nicht was das heißt und was er damit meint aber ich trotte mal hinter Lola her.

So, jetzt hat er mal „geloost“; dachte er könnte mich loswerden, wollte mir die Leine anlegen und mich fortbringen – nein, nein, das mag ich (noch) nicht.! Und der lacht auch noch und sagt so was wie „Hosenvoll“. Nachher probieren wir es noch mal – zusammen mit Lola; die wird er ja wohl nicht weggeben wollen. Was heißt denn nur „Gassi gehen“, kenne ich doch nicht. Aber er lächelt oder lacht nur. Schimpfen tut er nicht.

 

Heute Nachmittag waren wir wieder draußen und haben Gassi gespielt – ich lass mich aber nicht erwischen J

Dann ist er Großeinkauf machen gegangen, zu Dritt haben sie geschleppt – so viele Sachen für Hunde dabei. Da machen  wir morgen Party.

Der Besuch war wieder kurz da, da bin ich mal lieber wieder außer Reichweite; aber schon etwas näher, will doch bei meinem Herrchen sein. Die Lola hat auch keine Angst vor dem Peter.

Jetzt hat er ein Mittagsschläfchen gemacht – um 19 h !!!! – da habe ich mich zu ihm gelegt und er hat mich kraulen dürfen.

Juhu er ist wach – raus spielen – oh schon wieder so kalt. Das Dunkle macht ja nix, weil der Schnee schön hell ist. Da können wir Verstecken spielen, dann sucht er uns immer – ich  glaube der sieht schlecht. Manchmal rennen wir schon rein und lassen ihn draußen rufen und suchen – das ist lustig.

Jetzt sitzt er wieder an dem Kästchen mit den flinken Fingern und ich lasse mich mit einer Hand kraulen. Ab und zu lacht er und dann beugt er sich zu mir runter und spricht so schön mit mir und Lola.

Möchte nur mal wissen, was das in dem Gefäß ist, was er da immer stehen hat; oft sagt er: „So, jetzt mach’ ich mir ein Kaffeechen.....  was immer das ist.“

Dann läuft er so rum, summt meistens ein bisschen vor sich hin und erzählt mit uns.

Wenn er dann mit dem „Gefäß“ zurück kommt, gleich so was Qualmendes in der Hand.

Aber er lüftet auch oft, weil er gemerkt hat, dass ich den Rauch nicht mag.

Oh je, es ist wieder so weit. Kaffee & Kippen

So, nach unserem Abendspaziergang (Nacht-Action) – hat wieder geschneit - gehen wir zu Bett, ach nein, schon wieder kraulen – der kriegt ja gar nicht genug.
Wo geht denn Lola jetzt hin, huch, noch eine Treppe hoch – die ist steil und dunkel – aber da schein ein kleines Licht. Wenn Lola da hingeht, gehe ich mal mit. Der Joachim kommt auch, noch ein Spielzimmer – Klasse. Rasch schauen, ob der Fluchtweg offen ist; ja die Tür ist noch auf. Und noch ein Zimmer; das steht aber voll mit allem möglichen Krimskrams.

Mal wieder zurück zu Lola – die liegt ja ganz mondän auf einem Bett – da traue ich mich nicht rauf. Der Joachim geht wieder runter, ich rasch hinterher, aber dann ist  unten alles dunkel und er ruft mich und da gehe ich wieder hoch. Da sind wir zu Dritt, da kann sowieso nichts schief gehen.

Jetzt wird das kleine Licht auch noch ausgemacht – ich suche mir mal ein ruhiges Plätzchen in der Nähe von den Beiden.

 

28. Januar

 

Guten Morgen – huch wo bin ich???? Ach ja, ich bin ja im Schlafzimmer gelandet, heute morgen. Alle da? Ja , vor allem Lola. Schön morgens so begrüßt zu werden und zu begrüßen – Rudel knutschen angesagt. Jetzt aber rasch raus auf die Wiese und schauen, ob neue Vögelchen da sind.

Joachim ist schon am Kaffee kochen und bringt noch  Omelie, die muss ja auch mal.

Mal sehen, was heute der Tag bringt – ich lege mich mal nahe zu ihm, dass er nicht so alleine ist J

Es schneit und schneit und schneit – das will ja gar nicht aufhören

Das schöne ist ja, dass man auch im Dunkeln noch draußen rum springen kann, weil es durch den Schnee so hell ist.

Dann ging er plötzlich fort,  sagte zwar noch „ich komm’ ja bald wieder“ – die Lola wusste wieder was lost und sagte zu mir: „Bruno, don’t worry, der geht nur Rommé spielen. Wenn er dann wieder kommt, gibt’s ganz viele Streicheleinheiten und Leckerlis.“ Da habe ich mich halt mit ihr in  Sichtweite hingelegt und gewartet.

Dann hörten wir den Schlüssel und wusch waren wir beide an der Tür, war das eine Freude,  er war ganz glücklich uns zu sehen. Wir gingen dann raus und hinterher wurde geschmust und Lunge & Fleisch gab es -  wie im Paradies.

Und jetzt muss ich euch noch erzählen, was dann passierte. Lola wurde so gegen zwei Uhr unruhig und ging an die Tür. Joachim stand auf, machte die Tür auf und Lola rannte rechts rum statt die Treppe runter in den Hof. Ich hielt mich mal im  Hintergrund und beobachtete das Geschehen. Lola rannte eine Treppe hoch und Joachim ging mit – ich war ja so neugierig, aber ........   ob ich da auch mal hoch gehen sollte?? Ich nahm all meinen Mut (5 g) zusammen und ging mal die Treppe hoch. Das kenne ich doch – da war ich schon mal -  ach ja hier schlafen wir ja. Ich lege mich mal ganz entspannt hin und schau mir mal an, was die Zwei jetzt machen. Die Lola liegt wieder auf ihrem Bett und lässt  sich verwöhnen – die macht vielleicht Stimmchen, da denkt man ja sie wird geschlachtet; gleich mal hin, falls sie Hilfe braucht. Ein Glück, dass der Joachim zwei Hände hat, eine für Lola und eine für mich.

Dann geht er wieder fort und wir legen uns mal  hin. Lola wird nach einer Weile unruhig und sagt: „ Komm wir gehen mal  schauen, ob der nicht wieder heimlich isst. Das macht der öfter, wenn ich nicht da bin“ Wir sind dann leise runter geschlichen und haben ihn voll erwischt!

Er lachte und machte uns leckere Brote mit Fleischkäse, Zungenwurst und Kalbsleberwurst. Wozu das Brot war, habe ich nicht ganz verstanden – ich hätte die Wurst auch so gegessen, aber leider schob er die Dose so weit auf den Tisch, dass ich nicht ran kam.

Dann sind wir alle hoch und haben geschlafen.

 

29. Jan.

 

Der Freitag, war eigentlich so ein typischer Tag wie andere Tage auch. Nachmittags fing er plötzlich  an lauter Sachen aus dem Kühlschrank – das ist das Ding, wo die Wurst drin ist – zu holen. Er fing an zu summen und zu  lachen, schnippelte dauernd,  aber das roch nicht so aufregend. Igitt, eines roch gar nicht gut – er nannte das Zwiebeln. Wozu braucht man so etwas?

Dann gingen wir wieder raus und als wir zurück kamen, schob er was in den Backofen – da entwickelte sich ein Duft – ihr Lieben, mir  lief das Wasser im Mund zusammen.  Die Lola saß schon recht nah in der Mitte der Küche und hob dauernd die Schnauze in die Luft: „Bruno, da kriegen wir später auch was davon, iss nicht so viel Trockenfutter......“

Er aß dann später und faselte was von „leckerem Schweinsbraten“ – was soll das denn sein?

Als er fertig war, holte er unsere  Fressnäpfe und dann wurde es richtig interessant. Es gab Spätzle, mit Schweinsbraten und Soße – den Salat haben wir ihm gelassen . Das war lecker – da hätte ich noch mehr gefuttert, aber er meinte: „du wirst sonst zu dick.“

Dann haben wir alle ein Schläfchen gemacht, geschmust und dann wieder hoch zum Heia machen.

 

30. Januar

 

 

Heute Morgen haben wir ihn um halb sechs geweckt J . Krümelchen war draußen und wir wollten zu ihm. Da bin ich mit den Vorderpfoten auf sein Bett und habe mal an seinen Haaren geschnuffelt – da ist er wach geworden. Nach einer halben Stunde sind wir aber wieder hoch und haben noch ein bisschen geschlafen.

Immer noch Schnee – und heute bin ich schon eine ganze Woche bei Joachim. Wie die Zeit vergeht. Bin zwar manchmal noch etwas ängstlich, aber besser vorsichtig, als hinterher enttäuscht zu sein. Habe schon gemerkt, dass er manchmal traurig ist, wenn ich wieder mal „Muffensausen“ habe. Dann gehe ich rasch zu ihm und lass’ mich mal streicheln, dann freut er sich immer. Meistens liegen wir in seiner Nähe – Lola rechts und ich links.

Habe ich ja ganz vergessen euch zu erzählen: ich war gestern auf der Couch bei ihm – das war toll, aber dann hat mich wieder der Mut verlassen. Die Lola hat gar keine Angst mehr. Was bin ich froh, dass die da ist. Die kennt auch die Tricks, wie man ihn rumkriegt

Die Omelie ist ja  die Ruhigste von uns allen, einmal Abends kommt sie auch auf die Couch, lässt sich ne halbe Stunde schmusen und dann schläft sie mit dem Kopf in seinem Schoß ein. Ob ich das auch mal schaffe,  so ruhig zu liegen, ohne ständig auf dem Sprung zu sein.

Oh, die Sonne kommt, aber doch noch bitterkalt.

Jetzt hat er mir wieder die Kette, ist ja gar nicht schlimm – nur vor der Leine nehme ich noch Reißaus. Lola kann es immer gar nicht abwarten, bis sie an die Leine kommt. Und dann gehen sie immer durch das Gartentürchen „Gassi“. Würde ja auch gerne mal mitgehen, traue mich aber noch nicht wirklich. Der Joachim lacht dann immer und sagt: „ So ein großer Hund und doch noch ängstlich.“ Dann fährt er mir beruhigend über den Kopf, da halte ich schon prima.

Die waren dann spazieren und ich tollte mit Omelie im Schnee und spielte mit den Vögelchen. Dann hörte ich Stimmen, das ist doch der Joachim – ich höre ihn, kann ihn aber nicht sehen. Mal rasch schauen, seinen Adrenalinspiegel testen: schwups hoch auf die Mauer – ist das ist rutschig; ganz, ganz vorsichtig bewege ich mich da mal Richtung Stimmen. Ach, da kommt er ja endlich – warum ist denn der so blass? Ich spring ja nicht runter – so ein Angsthase – ich hüpfe wieder auf die Wiese und er beeilt sich das Gartentürchen aufzuschließen und mich zu begrüßen. Ich glaube der hatte ein bisschen Angst, dass ich auf die Straße springe. 

Hi, hi, eben hat er gemerkt, dass wir beim Aufräumen auf der Couch den Anrufbeantworter ausgeschaltet haben – nun ja den Drucker hat er dann auch aufgehoben und sah recht sorgenvoll aus. War halt so erschrocken, als das Telefon runter fiel und in Panik rum gesaust.

Er hat sich Sorgen gemacht, dass ich mich verletzt hätte, aber da war ich zu schnell, nix passiert.

Als er auf der Couch saß, bin ich mal ganz mutig zu ihm rauf gestiegen, da hat er gelacht und auch Lola freute sich. Omelie lag unten auf dem Teppich und schlief schon. Oh, da kann ich ja aus dem Fenster schauen – das merke ich mir.

Dann gab’s wieder feines Essen, und später gingen wir hoch schlafen.

Gute Nacht – bis morgen.

 

31. Januar

 

Heute ist Sonntag und ich bin jetzt eine Woche da. Dank Lola habe ich mich schon ganz gut eingelebt. Na ja, so ab und zu habe ich so „ängstliche“ Anwandlungen; aber das legt sich immer wieder sehr schnell.

Wir würden dem Joachim gerne beim  Schnee schippen helfen, denn es hat schon wieder fest geschneit – habe ich gar nicht mitbekommen, habe tief und fest geschlafen. Lola hat Muskelkater, die war gestern zu  lange im Wald. Mal sehen, ob ich auch mal den Mut habe in den Wald zu gehen, was immer das ist. Aber Lola macht es viel Spaß; sie erzählt mir dann immer, wie sie OHNE Leine rum gerannt ist. Das würde ich mich nicht trauen, geh’ ja noch nicht mal MIT Leine raus. Mal sehen, ob er mir heute wieder das Halsband anlegen will – dann gehen wir wieder mit Halsband und Leine auf die Wiese – weiß zwar nicht warum, aber vielleicht gewöhne ich mich ja dran. Nur mit dem Schnee und Eis ist es so rutschig, da ist die Wiese viel besser.

Er bleibt jetzt immer dabei, wenn ich auf der Wiese bin, dass ich ja nicht wieder auf die Mauer springe – so ein Angsthase, ich doch nicht, einmal  reicht mir.

 

 

 

 

Bruno im Schnee , Januar 2010

 

 war das ein Schneehase ???

 

und wo ist Joachim ???

wech ALLE wech , mannnooooo

 

hab jetzt bis in der hintersten Ecke geschaut

und keiner da

und kalt isses auch ,

--- ich geh rein

 

ahhhh hier isses schön warm

 

 

01 / 02 Februar

 

Ja was gibt’s Neues – das mit dem Telefon kann ich ja jetzt schon besser, aber ich glaube ihm gefällt das nicht so sehr, weil dann immer die Kästchen runter fallen.

Gestern habe ich mal was Neues ausprobiert, habe mal Katze gespielt als er mit Lola unterwegs war – ich traue mich immer noch nicht – aber ich bin kein Angsthase sondern nur sehr, sehr vorsichtig. Wenn ich wollte, dürfte ich ja aber ich will ja nicht. Wer weiß, was da draußen auf mich wartet -  vielleicht will er mich ja wegbringen – und das will ich doch nicht, gefällt mir ja gut bei ihm. Er nimmt sich so viel Zeit zum Streicheln; könnte da stundenlang still halten. Lola und Omelie bekommen auch noch genug, wir müssen ihn ja beschäftigen, sonst wird es ihm langweilig.

Zurück zum Katzenspiel: ich habe mich mal an die Übergardine gehängt und geschaukelt, aber die ist nicht stabil oder bin ich zu schwer? Jedenfalls kam die Hälfte runter, huch bin ich erschrocken. Rasch ins Bad gerannt, um ein Handtuch zu holen, und da hing der Griff auch plötzlich am Handtuch – oh weh, da schimpft er bestimmt.

Versucht nach draußen zu kommen, aber die Tür hat er schon wieder repariert und die Zierleiste kriege ich nicht ab. Oh, eben höre ich  Lola und seine Schritte. Als er reinkommt, sause ich erst mal an ihm vorbei in den Hof und auf die Wiese. Dann kann er in Ruhe alles in Ordnung bringen.

Schleiche mich wieder hoch und er zeigt mir , was er alles gefunden hat; schimpfen tut er nicht, sondern sorgt sich mehr, dass mir etwas passieren könnte.

Gestern Abend musste ich noch dreimal zu ihm runter gehen, bis er endlich hoch kam zum Schlafen. Dafür habe ich ihn heute morgen wieder mal ganz liebevoll geweckt. Bin aufs Bett gestiegen und habe mich kraulen lassen – war ja mutig (Lola lag neben mir auf ihrem Bett).

Dann aber nix wie runter und raus, Vögelchen begrüßen, Pippi machen und hoch zum  Frühstück.

Und plötzlich wieder dieser Duft von gestern Abend – gekochtes Rindfleisch. Hat er dann klein gemacht und unters Futter  mit etwas Brühe – das war lecker!!!

Er geht noch rasch mit Lola eine Tour machen – heute will ich mal brav sein und keine Panikattacke haben. So jetzt ist er wieder da und sitzt am Kästchen.

Dann wieder das übliche Programm: schmusen, kraulen, Leine versuchen anzulegen.

Ne, ne, das traue ich mich noch nicht. Habe Angst er bringt mich weg. Obwohl, die Lola und Omelie lassen sich auch immer an  die Leine legen.

 

03 / 04 Februar

 

Ach habe ich wieder gut geschlafen. Ich habe ihn auch wieder ganz lieb geweckt. Bin auf’s Bett gestiegen und geprüft, ob er noch schläft. Da hat er mich fröhlich begrüßt und wir haben alle drei ein bisschen geschmust.

Heute war er wieder mal „einkaufen“ – lauter tolle Sachen für uns, Hähnchenschenkel, Rindfleisch .... Das werden wieder schöne Tage.

Hilfe, da kommen wieder fremde Leute. Huch, das sind ja sogar DREI auf einmal. Aber lustig, das ist ein ganz kleiner dabei; sicher ein Menschen-Welpe, so wuselig ist der.

Die haben lauter Tüten und Säcke dabei und erzählen was von Spenden für Hunde.

Also die Kerstin ist die Chefin von denen, die sagt immer, wo’s lang geht. Der Mario und Paul sind ganz lieb und machen schön langsam mit mir. Lola lässt sich natürlich verwöhnen und ich schleiche mal vorsichtig zu Kerstin, mmh die riecht ein bisschen wie Sigune; dann ist sie sicher ganz lieb. Die reden irgendwas von Frauen und Männern, keine Ahnung, um was es da geht.

So, jetzt sind sie wieder  weg und Herrchen erzählt wieder was von „Rommé“ – das hört sich gar nicht gut an, d.h. er ist wieder weg. Na ja, wenigstens Lola lässt er da, dann ist es nicht so schlimm. Wir schlafen ein bisschen und schon ist er wieder da. Er  freut sich, dass alles noch ganz ist und wir gehen ein wenig raus.

 

05 Februar

 

Heute habe ich mit Lola etwas länger geschlafen, und erst später runter auf die Wiese. Als er mich dann gerufen hat, bin ich mal gleich hoch und dann hat er mich wieder gelobt

Habe einen neuen Trick: ich setze mich neben ihn und dann kann er mich besser kraulen während er an dem Kästchen sitzt.

Mal sehen, was der Tag noch bringt.

Na ja, während er mit Lola draußen war, habe ich mal wieder das Bad aufgeräumt – ha, ich kann sogar am Wasserhahn spielen. Aber die Zahnpastatube habe ich nicht aufgekriegt, wollte doch mal ein strahlendes Lächeln haben.

So, bei der Gelegenheit habe ich auch mal diese roten Dinger von der Arbeitsplatte geholt, die haben mich gestört. Bin ich doch im Kabel vom Kästchen hängen geblieben, oh weh da fällt schon wieder was runter. Puh, hoffentlich gibt das kein Donnerwetter.

Als er rein kam, bin ich rasch in den Hof und auf die Wiese und habe mal nach Fluchtwegen geschaut. Aber er hat nicht wirklich geschimpft. Ich glaube er macht sich mehr Sorgen dass ich mir weh tu 

Jetzt liege ich wieder ganz brav neben ihm und lass mich kraulen.

Abends ist es eigentlich am Schönsten, wir erzählen viel miteinander, liegen alle drei bei ihm, ab und zu knoddert Lola etwas mit Omelie; aber ich habe schon gemerkt, die macht überhaupt nix, gibt höchstens mal Küsschen. 

Heute hat er die komischen roten Dinger da gegessen, Tomaten nennt er die, aber mir schmecken die nicht und die beiden anderen wollen das auch nicht. Aber da ist ja noch Käse auf dem Tisch – ob wir da etwas von abkriegen – der riecht so gut.

Ja, ein paar Häppchen haben wir bekommen!

Auf die Couch bin ich auch wieder zu ihm, nur mit dem Hinlegen geht’s noch nicht, irgendwas verstehe ich das noch nicht; wird schon noch werden.

 

06 Feb

Nach einer ruhigen Nacht – bisschen kurz für uns – ist er früh aufgestanden, war fast noch dunkel, und mal wieder was von müde und Kaffee gefaselt. Ich bin dann grade wieder hoch zu Lola und wir haben noch ein Stündchen geschlafen.

Ich vermisse etwas, was ist das nur???  Ach ja, hier gibt’s keinen blauen Himmel und keine Sonne – das fehlt mir ein bisschen, aber sonst ist’s prima.

Habe mal wieder seine Nerven getestet – Mauer laufen geübt. Huch, da hat er kräftig NEIN gesagt – mmmh – da bin ich mal lieber wieder runter gesprungen. Er redet da von Autos, anderen Hunden und „AUA“ machen.

Jetzt war  er aber voll beschäftigt, er hat gekocht – das riecht gut!!! Hähnchenbeine und Rindfleisch - ob das für uns ist? Wir sitzen ganz brav in seiner Nähe, damit er uns ja nicht übersieht oder vergisst. Oh, wir kriegen ja jeder ein Stückchen – das schmeckt!!!!

Dauert das lange, Haut abmachen, Knochen wegwerfen, im Moulinex zerkleinern, unter das Trockenfutter mischen, Brühe drauf – na endlich. Wir haben alle drei unsere Näpfe blitzblank geleckt. Er bräuchte sich die Arbeit nicht zu machen, wir würden das alles auch so fressen.

Das dunkle Fleisch hat er weggestellt und gelacht. Probehäppchen ja, aber nicht alles.

Hat irgendwas gemurmelt von „morgen wollt ihr ja auch noch was“ und wusch, weg war’s.

Und dann kam schon wieder Besuch. Erst mal ganz vorsichtig um die Ecke schauen; oh das riecht ja wieder so gut nach Frau, wie Sigune meine Herzensdame aus Odena; da kann ich hingehen, die ist bestimmt auch ganz lieb. Dani heißt sie und hat mich die ganze Zeit gekrault und geschmust. Der Mann, der dabei war, Lutz heißt er, ist auch nett, aber halt ein Mann – wie Herrchen – irgendwas ist da in meiner Erinnerung, dass ich da vorsichtig sein muss. Obwohl Herrchen ja doch ganz freundlich ist, wie auch der Isaac in Odena.

Die haben ein ganzes Auto voll Sachen gebracht; aber die waren gleich wieder im Keller verschwunden, ehe man die mal inspizieren konnte. Ne, ne, da gehe ich nicht runter, da ist es dunkel und kalt.

Als Dani und Lutz wegfuhren, sind wir erst mal raus auf die Wiese und haben mit Krümelchen gespielt. Es gibt ja doch auch nette, große, schwarze Hunde. Der hüpft immer so komisch rum, so ein richtiger Jungspund, aber ganz lieb. Mit dem kann man rumtollen.

Ich bin doch schon ein ganz großer Hund, ich komme jetzt schon, wenn er mich ruft und dann gehen wir alle vier im Gänsemarsch die Treppe hoch – ich hinten als Letzter – einer muss ja aufpassen, dass keine Gefahr von hinten kommt!

Der Abend war wieder richtig gemütlich – wir vier haben uns geschmust und vor allem genascht. Lola und ich sind dann hoch zum Schlafen – mussten aber noch ein paar Mal prüfen, ob er auch nicht heimlich isst. Haben ihn dann mitgenommen und ins Bett gebracht.

Fällt mir gerade auf – ich bin ja schon 2 Wochen hier, und darf immer noch bleiben- juhu!!!

 

 

07 Feb

 

Guten Morgen Welt ! Ich habe gerade gelesen, dass mein Freund TOM aus APAN / Odena auch  nach Deutschland kommt. Ich freue mich riesig, das war ja ein ganz schlimmer Fall, aber ein toller Familienvater!!!  Und die Helfer in Odena haben sich so bemüht um die ganze Familie.

Vielleicht treffe ich ihn ja mal beim Spazieren gehen.

Oh, ich kann was Neues: wenn Herrchen mit einem der beiden draußen ist, schaue ich mal rasch aus dem Fenster raus, er sieht zwar nur meinen Kopf, aber ich höre ihn, wenn er das Fenster gekippt hat. Ein Glück, dass er das nicht auflässt, ich könnte ja – unerfahren, wie ich bin – raus springen und das vom 1. OG.

Sein Bad habe ich auch wieder aufgeräumt, nur mit den Handtüchern stehe ich auf Kriegsfuß. Die lassen sich so schlecht zusammen legen, immer bleibe ich mit den Krallen hängen, da muss ich doch die Zähne zu Hilfe nehmen. Da freut er sich sicher, wenn er plötzlich statt 2 Handtüchern 4 Stück hat – gut, das eine ist etwas schmal geworden. Er wird schon Verwendung dafür haben. Wenigstens hat er die Glassachen weggeräumt, dass mir nix passiert. So kann ich besser in den Spiegel über dem Waschbecken schauen – ach was bin ich hübsch !!!

Kalbsleberwurst gab’s auch wieder – langsam kann ich ihm schon aus der Hand fressen, ganz vorsichtig....

Das mit der Leine klappt immer noch nicht, aber das Mauer laufen beherrsche ich aus dem FF, ich komm jetzt auch immer schnell runter, wenn er ruft. Braucht doch keine Angst zu haben, ich fall schon nicht runter – würde nur zu gerne mal auf der anderen Seite runterspringen, aber das ist doch hoch und da sind Steine, kein Gras wie hier. Ich lasse es lieber.

 

 

 

08 Feb

 

Jetzt bin ich ja schon über 2 Wochen hier. Fröhliches Wecken und gemeinsames Wiesen inspizieren war angesagt

Und dann .....  und dann.....  und dann ???

Dann hat er mir die Leine angelegt, ich war gar nicht ängstlich und dann sind wir hinaus in die große, weite Welt. Das ist vielleicht aufregend, dauernd neue Dinge sehen und riechen.

Er lobt mich, weil ich so schön langsam laufe – ehrlich gesagt, ich will ja nur in seiner Nähe sein, falls was passiert und ich erschrecke. Psst, bleibt unser Geheimnis. Lola wartete ganz aufgeregt am Gartentürchen, bis wir zurück kamen.

Dann ist er mit ihr gelaufen, kam zurück und dann gingen wir gleich noch mal, aber eine andere Strecke und dann wieder die alte. Die kannte ich ja schon, da bin ich zügig gelaufen.

Plötzlich knirschte es hinter uns, ich bin vielleicht erschrocken!! So ein großes etwas war ganz schnell hinter uns um die Ecke gefahren und das knirschte so. Jetzt verstehe ich auch, warum ich an der Leine bin, da kann ja nix passieren; er passt auf mich auf. Wieder entspannt weiterlaufen und zurück zu Omelie uund Lola, die mich schon sehnsüchtig erwarteten .

Ich freue mich schon auf das nächste „Gassi“ gehen – ist aufregend und schön zugleich.

Lola und ich werden sicher bald zusammen laufen.

Jetzt muss ich mich erstmal erholen –Leckerlis und Streicheleinheiten tun so gut.

 

 

He Leute, das ist vielleicht cool, jetzt sind Lola und ich zusammen gelaufen, hach, da habe ich gleich weniger Angst, die kennt ja alles. Ich bleibe auch schön bei ihr, dann kann der Joachim auch besser laufen mit uns – und wir waren so lange unterwegs, toll. Ich habe immer weniger Angst und freue mich schon auf morgen, kann’s gar nicht abwarten.

Jetzt ist es schon dunkel, hoffentlich will er da nicht mit uns raus – bibber, bibber. Ach nein, Nachtwanderung ist für morgen geplant – vielleicht bin ich dann ja krank und darf zu Hause bleiben. Muss mal mit Lola wauzen, die kennt das sicherlich.

 

 

09 – 16 Februar

 

Ach Leute, Herrchen kommt nicht mehr zum Schreiben. Sein Kästchen macht viele Probleme und dann belegen wir ihn mit Beschlag. Er ist ja froh drüber, denn er hat ja sonst nix zu tun.

Ich laufe schon ganz toll an der Leine – immer noch vorsichtig  - aber es wird jeden Tag besser. Und wir gehen immer den gleichen Weg und dann noch einen neuen.

Meine Freundin, die Lola, lässt mich jetzt auch auf ihrem Bett schlafen, das ist schön, wir zwei kuscheln fast und Herrchen liegt neben dran und schmust uns schön. Ich muss den nur immer holen, der sitzt so lange unten und Lola will so gegen Mitternacht ins Bett – dann pendle ich halt zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer, bis er endlich mitkommt.

Aber das klappt immer besser; meistens beim dritten Mal. Seit ich aber auf dem Bett liegen darf – manchmal wärme ich ihm seins vor – gehe ich nicht mehr runter. Kein Rauch, kein Fernseher und kein Kästchen – das gefällt mir besser und er kommt ja immer. Huch – vor drei Tagen hat er mich erschreckt. Plötzlich war da ein helles Licht, das sich bewegte; wusch in die hinterste Ecke, aber da kam er auch schon und hat mir das erklärt. Er hat Angst, dass er mich tritt, wenn er im Dunkeln hochkommt.

Wenn er mit Lola unterwegs ist, gefällt mir das gar nicht; ich schau dann immer, ob ich irgendwo etwas verbessern kann.

Das Bad ist immer noch nicht so, wie ich es mir vorstelle. Er lässt dann Sachen rum liegen und die muss ich ja bearbeiten dass er merkt, irgendwas macht er falsch. Mit der Trainingshose habe ich wohl doch einen Fehler gemacht – da war er nicht so freundlich. Muss ich mir merken.

Wenn ich draußen im Hof oder auf der Wiese bin, wacht er immer schön; hat wohl Angst, dass ich wieder auf die Mauer hüpfe. Manchmal kommen von der Straße Geräusche und Gerüche, die ich schon mal gerne sehen und schnuppern möchte.

Was ich ja gar nicht ab kann, ist wenn er sich schnell bewegt oder lauter ist. Er hat so eine ruhige Stimme, aber manchmal doch etwas lauter – dann entschuldigt er sich bei mir und schmust mich wieder. Also brauche ich da keine Angst zu haben. Langsam wachsen wir richtig zusammen. Ich glaube heute oder morgen klettere ich auch mal auf die Couch, wenn er und Lola drauf sind, wenn ich alleine bin, mache ich das auch – aber da will ich ja auch zum Fenster raus gucken.

Sonne!!!!! Juhu die Sonne scheint – das tut gut – auch wenn es noch etwas kalt ist, aber viele Wege sind schon ohne Schnee, das ist toll. Da lege ich mal einen Gang zu.

 

 

 
psssst 
erwischt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Exklusiv für Andrea von Joachim

 

Tagebuch von CAPE / Spanien / TH APAN

 

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