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Kastrationsprojekt Jumilla.
26.6.2010
Kastrationsprojekt von 400-500 Hunden und Katzen in Jumilla
Jumilla ist eine der nördlichsten Städte der Region Murcia. Sie hat 22.100 Einwohner und liegt ca. 2 Autostunden von Alicante entfernt im Landesinneren Spaniens. Im Oktober 2009 war es mir möglich diese, für ihren Wein weltweit bekannte Stadt, kennen zu lernen. Die Tierschutzorganisation 4Patas Jumilla hatte unser Interesse geweckt, weil es Ihnen gelungen war den Bürgermeister, Francisco Abellán Martinez, von der Notwendigkeit eines Tierheimes zu überzeugen. In dieser Region Spaniens waren bisher nur Perreras, so genannte Tötungsstationen, bekannt.
Mit einem voll gepackten Auto mit Sachspenden steuerte ich auf meiner 5-wöchigen Reise u.a. Jumilla an. Die Straßen waren nur im Schritttempo befahrbar, alle paar Meter ein Ausweichmanöver aufgrund streunender Hunde. Kadaver von Katzen und Hunden so weit das Auge reichte. Ich war erschüttert von dem mir gebotenen Bild dieser Stadt. Zu allem Überfluss fuhr ich an einer Zoohandlung vorbei, in der ein Welpe in einem Glaskasten auf Sägespänen saß, in dem er sich kaum drehen konnte. Ein Lüftungsschacht sorgte dafür, dass diese arme Kreatur „belüftet“ wurde. Schnell merkte ich den Unterschied zu sogenannten Touristenzentren, in denen die Hunde systematisch eingefangen werden, um die finanzstarken Touristen nicht zu belästigen.
Pepa, Irene und viele Tierschutzkollegen von 4Patas Jumilla nahmen mich herzlich auf. Ihre Tierschutzarbeit ist einfach hervorragend. Sie arbeiten mit den Schulen und Medien an der Aufklärung in Sachen Tierschutz und an der Notwendigkeit von Kastrationen. Sie präsentierten mir stolz ihr neues, noch leeres, Tierheim und räumten mir einen Termin bei der zuständigen Stelle im Rathaus, Medio Ambiente, ein.
Inzwischen hat das Tierheim seine Pforten geöffnet und beherbergt im Moment 90 Hunde. Die umliegenden Städte haben nach wie vor kein Tierheim und bestreiten die Streunerproblematik und deren unkontrollierte Fortpflanzung, sie töten sogar die Tiere vor Ablauf der gesetzlichen Frist.
Das Engagement von 4Patas Jumilla sowie die große Bereitschaft zur Mithilfe und Finanzierung der Stadt Jumilla veranlassten uns dazu hier ein Projekt ins Leben zu rufen. Die überaus hohe Anzahl der herumstreunenden Hunde gab un den Anstoß bei dem ETN e.V. um Hilfe zu bitten. Nun ist es endlich so weit:
Der ETN e.V. hat seine Unterstützung zugesagt und wird gemeinsam mit dem Verein Perros de Catalunya e.V. ein Kastrationsprojekt in Jumilla durchführen. Anfang Juli 2010 werden knapp 500 Hunde der Region kastriert. Freilaufende Hunde und Katzen, deren Herrchens/Frauchens finanzielle Situation eine Kastration nicht zulässt, die Hunde und Katzen der Tierheime und Tierschützer mit geringen finanziellen Mitteln und natürlich Straßenhunde werden von den Tierärzten des ETN e.V. kastriert. Dies ist das einzige Mittel um dieser aussichtslosen Situation Herr zu werden.
Inzwischen liegen alle schriftlichen Genehmigungen vor und die Kastrationsaktion kann beginnen. Nicht nur der Bürgermeister ist von diesem Projekt überzeugt, auch die ortsansässigen Tierärzte werden einen Blick auf die modernen Operationsverfahren der ETN Tierärzte werfen, um diese selbst anwenden zu können. Ebenso werden Tierärzte aus Nordspanien anreisen, um diese Gelegenheit der Fortbildung zu nutzen.
Ich werde in Kürze (Dienstag) selbst mit einer deutschen Tierärztin, die diese Aktion unterstützen möchte, nach Jumilla reisen, um mit anzupacken und dieses Projekt in Bild und Ton fest halten zu können. Ich freue mich, dass unser Projekt endlich beginnt !
Constanze Schöttler

Kastrationsprojekt Jumilla
1.7.2010

ich melde mich aus Spanien. Zur Zeit bereiten wir ein grosse Kastrationsprojekt in Andalusien, Jumilla, vor. Wir haben das Projekt von dem ETN e.V. finanziert bekommen und werden in den naechsten Wochen hier 400-500 Hunde und Katzen kastrieren.
Ich bin seit vorgestern mit einer deutschen Tieraerztin vor Ort und wir haben viele Termine bei Fernsehsendern und Radiostationen, um die Bevoelkerung ueber diese Aktion und die Notwendigkeit von Kastrationen aufzuklaeren. Morgen holen wir die Tieraerzte von ETN ab und werden taeglich 40 Tiere operieren. Ich werde einen Film und viele Bilder sowie einen Bericht erstellen und weiterhin informieren. Der Anklang in der Bevoelkerung ist seh gut, es werden viele Tiere angemeldet und wir sind in den problematischen Gegenden in den Abendstunden unterwegs und besuchen jeden Haushalt (diese Leute haben kein Telefon und lesen keine Zeitung, teilweise leben sie in Hoehlen). Viele Tierheime bringen ihre Tiere, die zwar in der Lage sind ihre Tiere zu fuettern, aber nicht zu kastrieren. Wir haben viele private Tierschuetzer im Vorfeld angeschrieben und unsere Operationsliste ist voll.
Desweiteren ist es uns moeglich gewesen, viele einheimische Tieraerzte dazu zu bewegen, sich die neue Operationsmethode anzusehen und von den ETN Tieraerzten zu lernen.
Ich werde weiter berichten. Drueckt uns aus Deutschland die Daumen !
Constanze Schöttler




alte Perrera ( Tierheim )

Tierheimboxen


Zigeunersiedlung


Strassenhund

hier ein paar Bilder von dem heutigen Termin mit dem TV.
Desweiteren Bilder vom Tierheim und unserer deutschen Tieraerztin
sowie unglaubliche Bilder von dem Tierarzt,
dort werden Welpen und Katzenbabys in einem Glaskasten angeboten.



kleine Wehwechen werden sofort erledigt

das Tierheim




2.7.2010
Hallo zusammen,
wir haben heute angefangen zu kastrieren. Alles laueft super ! Bericht folgt
Alles Liebe!
Conny












Kastrationsaktion Region Murcia– die ersten Eindrücke
Seit gestern (02.07.2010) operieren die Tierärzte des ETN für das gemeinsame Kastrationsprojekt mit Perros de Catalunya e.V.. Das Wartezimmer ist voll, die Einwohner Jumillas nehmen die Hilfe dankend an. Verschiedene Presseveranstaltungen und Aufklärungsaktionen wurden im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Perros de Catalunya e.V. in Angriff genommen, um Aufmerksamkeit für das Projekt zu wecken.
Die Region Murcia ist groß, es gibt viele kleine Tierheime und private Tierschützer, die sich am Existenzminimum befinden. Es ist ihnen kaum möglich die Tiere satt zu bekommen, in vielen Tierheimen wird aus der Not heraus trockenes Brot gefüttert. Solche Tierheime würden liebend gern ihre Tiere kastrieren lassen, haben aber die finanziellen Mittel hierfür nicht. Es kommt während der Läufigkeit zu Beissereien zwischen den Rüden und zu ungewolltem Nachwuchs, daher haben wir uns entschieden alle umliegenden Tierheime anzusprechen und denen die Möglichkeit zu geben ihre Tiere zu bringen. Wir haben also angefangen Hunden und Katzen von:
1) Allen Tierheimen aus der Großgemeinde Murcia (Nahe Jumilla),
2) Allen Besitzern, die ihre Tiere tagsüber auf den Straßen der Stadt laufen lassen,
3) Streunern und
4) nach Rücksprache mit der Gemeinde, allen „problematischen“ Hundebesitzern
eine Möglichkeit einer kostenlosen Kastration einzuräumen. Der Operationsplan ist mit 500 Hunden und Katzen voll bepackt. Wir verteilen Termine für Besitzer, fangen Hunde ein, blockieren ganze Tage für Tierheime und wir gehen von Tür zu Tür und sprechen mit den Hundebesitzern. Wir konnten Katzenkolonien anfüttern und mit Lebendfallen einfangen, um diese wieder aussetzen zu können.
Bisher läuft alles nach Plan, leider haben wir schon eine Warteliste einrichten müssen und denken darüber nach dieses Projekt unbedingt zu wiederholen. Ich sitze soeben hier im Tierheim und neben mir ist der Warteraum, er ist voll mit Einwohnern, die sich lautstark über ihre Hunde und Katzen unterhalten. Wir klären jeden einzeln auf wie sie ihre Tiere nach der OP behandeln sollen und bitten sie ihren Nachbarn und Freunden von dieser Aktion zu berichten.
Wir haben Helfer aus der hiesigen Schule, dank vieler Aktionen, die unser Partnertierheim in den Schulen macht. Es ist einfach wunderbar mit den Schülern zusammen zu arbeiten. Ich ermuntere die Schüler den Operationen zuzuschauen, vielleicht steht schon gerade ein zukünftiger Tierarzt neben mir ;-)
Heute erwarten wir erneut einen Fernsehsender, der auch die Operationen filmen möchte. Besonders freut uns auch das Interesse der ortsansässigen Tierärzte, die in ihrer Freizeit hier sein werden, um sich die Operationsmethode der ETN Tierärzte zeigen zu lassen. Selbst die Tierärzte aus unserem Partnertierheim in Argentona, Katalonien, werden nach Jumilla kommen, um sich hier 2 Tage fortbilden zu lassen.
Alles in Allem sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz und mit der Offenheit und dem Interesse der spanischen Bevölkerung und werden es schaffen hier täglich 35 Tiere zu kastrieren. Heute werden wir allerdings keine Pause machen und frühzeitig Feierabend machen, da auch wir das Deutschland Spiel sehen wollen und danach natürlich das Spanien Spiel ;-)
Liebe Grüße und vielleicht schreibe ich Ende nächster Woche noch mal wie es läuft.
Constanze Schöttler
Wartezimmer
4.7 ; 5.7 ; 6.7 ; 7.7. 2010
die dazugereisten

APAP



gut sortiert

das Fernsehen war da und drehte eine Dokumentation



http://www.youtube.com/watch?v=eDX3YPzTlhI
Aufwachen in Reihe und Glied
Galgos von Mo Svantek






10.7.2010
das Projekt wurde verlängert
auf Grund des riesen Andrangs haben wir uns kurzehand entschlossen
noch eine Woche dran zu hängen !!
14.7.2010
bis dato 461 Hunde und Katzen kastriert
Die Manschaft geht am Stock
aber Alle sind superglücklich über den Erfolg
copyright by A.Brüggemann
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