Dieser Hund wurde am Weihnachtstag 2002 geboren.
Er hatte nur 2 Hinterbieine.
Er konnte nicht laufen. Auch seine Mutter wollte ihn nicht haben.
Der erste Besitzer konnte sich nicht denken, dass dieser Hund überleben kann.
Er war am überlegen, ihn "einschläfern" zu lassen.
Aber dann kam seine jetzige Besitzerin, Jude Stringfellow, sah ihn und nahm in mit.
Sie nannte Ihn 'Faith'.(Zuversicht)
Sie setzte Faith auf ein Surfboard um ihm Bewegung zu zeigen.
Später benutzte Sie Erdnussbutter auf einem Löffel als "Köder und Belohnung" um Ihn zu aufstehen zu bewegen und umher zu springen. Auch andere Hund zu Hause halfen dabei dieses zu fördern. Nach nur 6 Monaten, ein Wunder, lernte er auf seinen Hinterbeinen zu balancieren und zu springen um sich fortzubewegen.
Nach weiteremTraining im Schnee lernte er zu laufen wie ein Mensch.
Faith liebt es umher zu laufen.
Egal wohin er geht, er zieht die Blicke auf sich.
Er wurde in der internationalen Scene bekannt und ist nun in diversen Zeitungen und TV-Shows zu sehen.
Es gibt auch ein Buch über ihn: 'With a Little Faith'
Auch in einem "Harry Potter" Film war er zu sehen.. (Also keine Animation)
Seine Besitzerin Jude Stringfellow hat ihr Lehramt aufgegeben und plant nun eine Weltreise um den Menschen zu zeigen, dass man auch mit einem nicht perfekten Körper eine perfekte Seele haben kann.
Im Leben gibt es immer unerwünschte Dinge,
man kann vieles machen um sich besser zu fühlen.
Sie müssen nur das Leben aus einer anderen Richtung betrachten.
Ich hoffe, diese Nachricht wird frische neue Wege des Denkens für alle bringen
und dass jeder zu schätzen weiss und dankbar ist für jeden schönen Tag.
Der Glaube ist die ständige Demonstration der Stärke und Magie des Lebens.
Sorgenkind Nubia
9.2.2010
Sie kommt aus einer Tötungstation aus Spanien und hat sehr viel trauriges erlebt.Die Nubia war sehr Krank.Die Tirärtzte hatten sie schon aufgegeben aber wir haben nicht aufgegeben.Nubia hat immer gezeigt das sie leben will.Und sie hat es geschaft aber ein Ganz gesunder Hund ist sie nicht da sie leider eine Behinderung hat aber auch ein Behindertes tier hat es verdient zu Leben.
Anfang Mai 2009 kam ein Hilferuf aus von spanischen Tierschützern, dass ein kleines Hundemädchen mit gebrochenem Becken in der Tötung Cadiz sitzt und baten um Hilfe für die Kleine Nubia.
Mit hilfe vieler Tierfreunde wurde sie schliesslich aus der Tötung gerettet und kam im Juni nach Deutschland in eine Pflegestelle.
Im July erhielten wir einen Notruf, dass es Nubia sehr schlecht ginge und dass der behandelnde Tierarzt kaum noch eine Chance für Nubia sah.
Die damalige Pflegestelle sah sich der ganzen Situation nicht mehr gewachsen und so holten wir Nubia am 7.7.09 Abends zu uns,
Gleich am nächsten Tag stellten wir sie unserem Tierarzt vor. Nubia hatte eine schwere Infektion der Atemwege und auch sonnst ließen sämmtliche Laborwerte nichts gutes erahnen.
Sofort wurde Nubia mit starken Antibiotika und Vitamin B behandelt was auch sehr gut anschlug. Leider immer nur für die Zeit der Wirkungsdauer der Injektionen. Also rund 2 Tage. Sprich sie erhielt alle 3 Tage wieder diese Injektionen. Wochenlanges auf und ab bis die Infektion endlich besiegt war.Leider konnte nie wirklich herausgefunden werden, was der Grund dieser Infektion war da alle Untersuchungen auf bestimte Vieren und Bakterienstämme negativ waren. Das schlimmste war, dass Nubia sich schon selbst völlig aufgegeben hatte.
So schlimm es auch klingt, dieser Hund war in dieser Zeit eigentlich mehr tot als lebendig.
Die gesamte Zeit ist Nubia nicht einmal auch nur ansatzweise gelaufen. Trotz täglicher Massagen und Bewegungsübungen hatte sie auf den beiden Vorderläufen und dem linken Hinterlauf die Motorik und zum grossen Teil auch die Sensorik verloren.Nun fing selbst unser Tierarzt an zu zweifeln, dass Nubia wieder laufen wird. Also fingen wir mit der Aufbauarbeit der Muskulatur an, um den Bewegungsapperat wieder in Gang zu bekommen. Tägliche Wassertherapie ( diese musste leider über einige Zeit wieder abgebrochen werden, da sie immer wieder Anzeichen einer Erkältung bzw eines Rückfalls zur Infektion bekam), Bewegungs-Gymnastik und Massagen der Muskeln und Gelenke. Auch wurde Nubia immer wieder von uns animiert sich selbst zu bewegen. Bürsten mochte sie zum Beispiel garnicht und wollte immer weg. Mit Erfolg. Sie fing an, auf Boden, der mit Teppich ausgelegt war, zu „krabbeln“ und zu robben.Also wurde der Holzfussboden im Wohnzimmer kurze Hand auch mit Teppich ausgelegt um ihr grösstmögliche Flächen zur Bewegung zur Verfügung zu stellen.
Da Nubia nicht laufen konnte, musste sie zwangsweise alles im Liegen „erledigen“. Fressen, trinken, pipi....einfach alles.Auch wenn sie Nachts eine Windel um bekam, Nubia war ein 24 Stunden Pflegefall. Sie schlief noch nicht einmal die Nächte durch.
Zudem kam noch das Problem mit dem Fressen. Nubia frass kein Hundefutter, egal was man ihr anbot. Also gab es Anfangs Putenfilet. Bis wir feststellten, Nubia mag nur Katzenfutter. Da ging es dann endlich auch mit ihrem Gewicht bergauf. Anfangs wog sie gerade mal gut 3 Kilo. Laut Tierarzt war an eine Op nicht zu denken, bevor sie rund 5-6 Kilo wiegt.
Kaum waren nach einigen Wochen die 5 Kilo erreicht, Nubi eingepackt und ab zur Klinik, zur großen Untersuchung und OP.
Da wir vermuteten, dass bei dem Unfall in Spanien, mehr als nur das Becken in Mitleidenschaft gezogen wurde ( da sie teilweise Lähmungserscheinungen in den Beinen hatte), haben wir neben dem Becken auch die Wirbelsäule gleich mit röntgen lassen.
Das Becken ist vollständig gerichtet und sehr gut verheilt.
Aber wir hatten Recht. Zwischen dem 12., 13. und 14. Wirbel waren die Bandscheiben auffällig.
Um hier genaueres sagen zu können, wurde 2 Wochen später eine Myelographie unter Vollnarkose durchgeführt. Da uns auch eine leichte Schwellung am hinteren linken Knie auffiel, haben wir dieses gleich mit röntgen lassen.
Leider hat sie sich dabei gleich den nächsten Schnupfen eingefangen was wieder alles verzögerte.
Dann der Schock Nr1: Nubia hat einen Bandscheiben Vorfall zwischen dem 12. und 13. Wirbel. Dies ist operabel, bzw sie bekommt einen Spinalkatheder in die Bandscheibe gelegt und mit einem Medikament wird der Kern der Bandscheibe abgetötet (ich hoffe ich geb das jetzt so richtig wieder, bin ja kein Tierarzt). Dadurch schrumpft die Bandscheibe und der Druck gegen die Wirbel ist weg und die Nerven wieder frei.
Schock Nr2:
Das Kniegelenk wurde scheinbar bei dem Unfall auseinander gerissen und ist zerstört.
Da Nubia keinerlei Schmerzen hat, kann dies jedoch ohne weiteres so bleiben. Der TA von der Klinik sagte, normal würde in einem solchen Fall der Unterschenkel amputiert werden. Durch den Bandscheibenvorfall würde sie dann jedoch kaum eine Chance haben nach der Bandscheiben Op dann wieder auf die Beine zu kommen.Daher wird das Knie, solange es keine Komplikationen gibt und sie keine Schmerzen hat so bleiben.
In den nächsten Wochen liegen noch 3 Untersuchungen an, um die genauen Schädigungen der Bandscheibe zu sehen, um dann die Op durchführen zu lassen.
Es ist auf jeden Fall klar, dass Nubia immer ein Handycap Hund bleiben wird.
Sie ist jedoch wieder so voller Lebensfeude und hat so große Fortschritte gemacht, dass wir ihr so viele glückliche Jahre wie möglich geben wollen.
Das Wichtigste aber: Nubia kann inzwischen wieder auf allen vier Beinen „laufen“
Bitte stellt Euch nun nicht das Laufen eines gesunden Hundes vor. Die Hinterbeine sind noch recht steif. Jedoch wird dies nach der Bandscheiben Op und durch intensive Therapie noch um einiges verbessert.
Nun könnten wieder einige sagen: Warum erlöst ihr den armen Hund nicht einfach? Ihr glaubt garnicht wie oft wir dies in letzter Zeit gehört haben.
Antwort: Wird ein Mensch, der behindert, ohne Schmerzen und trotzdem glücklich ist, einfach eingeschläfert? NEIN
Unser Hund nämlich auch nicht!
Nubia hat den Kampf gewonnen !!!
zwar noch nicht alles rosig
aber immerhin auf Rosen gebettet
Gras mag ich aber auch
und ich will !!!
und spielen will ich auch
hab Euch lieb
du bist so kuschelig
du ich muss Dir was erzählen ---
aber psssst das ist unser Geheimniss
»Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war.
Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier,
denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt.« Prof. Konrad Lorenz, Nobelpreis für Medizin 1973 (1903-1989)
Es ist die Geschichte von Sheila.
Damit Sie wissen von wem wir sprechen, hier unsere Beschreibung von Sheila, die wir auf unserer Patenhund-Seite eingestellt hatten, da sie nicht mehr zu vermitteln war:
Sheila wird unser Tierheim nicht verlassen können! Sie ist schwer traumatisiert und absolut unverträglich mit anderen Hündinnen. Wir wissen nicht genau, was sie alles ertragen und erleben musste, um so zu werden! Zum Menschen ist sie (wie all` unsere Hunde) einmalig lieb und genießt jede Streicheleinheit.
Sheila gehört zu den Hunden, die gefährlich aussehen und keine Chance auf eine Vermittlung haben.
Sie ist ca. 4 Jahre alt und wurde uns vor 2 Jahren von einem Mann gebracht, der versprach sie nach 2 Monaten wieder abzuholen. Seitdem warten wir - Sheila wohl nicht mehr!?
Sie ist wie viele Hunde hier total unterfordert. Da sie aber nicht mit den anderen Hunden frei laufen kann, darf sie immer erst aus ihrem Zwinger, wenn alle schon wieder drin sind. Sie ist immer alleine - das macht uns und sie sehr traurig.
Nun zu der Geschichte:
Es war ein Tag wie jeder im Tierheim: Zwinger säubern, Hunde füttern, spazieren gehen, Streicheleinheiten verteilen etc…, als plötzlich ein Mann vor dem Tor des Tierheims auftauchte. Er hatte ein Päckchen dabei und wirkte sehr unsicher. Auf unsere Frage, was wir für ihn tun könnten, erwiderte er, dass er seine Hündin suche. Er nestelte nervös an seinem Päckchen herum und fischte mehrere Fotos heraus.
Wir erkannten sie sofort: Sheila in allen erdenklichen Lebenssituationen: beim baden, beim spazieren gehen, beim kuscheln, … in ihrem alten Zuhause! Mit eben diesem Mann.
In diesem Moment wurde klar, wer er war! Er hatte Sheila vor 2 Jahren ins Tierheim gebracht und sein Versprechen gegeben, sie nach 2 Monaten wieder zu holen.
Die erste Reaktion war WUT! „ Sie haben Sheila vor 2 Jahren gebracht und ihr und uns versprochen, sie zu holen! Und zwar schnell! Sie sagten damals, sie wären beruflich unterwegs und könnten sie nicht mitnehmen! Würden sie aber sicher holen! Sie haben ihr das Herz gebrochen und sie leidet jeden einzelnen, verdammten Tag hier! Sie ist nicht verträglich und aggressiv! Sie ist zu einem Sonderling und Einzelhund geworden! Was denken sie sich dabei? „
Der Mann, der schon lange weinte, sagte: „ Ich habe mich damals nicht getraut Ihnen die Wahrheit zu sagen! Ich war heroinabhänig und hatte gehofft, dass meine Therapie nur 2 Monate dauert. Ich habe das unterschätzt und 2 Jahre gebraucht, um mein Leben in den Griff zu bekommen! Ich bin heute frei von Drogen, habe einen festen Job und eine sehr schöne Wohnung direkt am Strand. Und nun möchte ich mein Mädchen holen. Ich habe jeden einzelnen Tag in den 2 Jahren an sie gedacht und ihr das feste Versprechen gegeben, sie zu holen, wenn ich wieder stehe! Darf ich sie sehen? “
Wir gingen gemeinsam zum Zwinger.
Sheila sah ihn kommen. Sie saß ganz still dort, jede Nervenfaser angespannt, wie ein Kind, dass es nicht glauben kann, dass das Christkind wahrhaftig kommt. Als er sie beim Namen rief, viel alles von Sheila ab. Sie freute sich so unbändig und war plötzlich ein Hund, den wir so nie im Tierheim gesehen hatten.
Sie lagen gemeinsam auf dem Boden des Zwingers und umarmten sich, ließen ihrer absoluten Freude freien Lauf und waren außer sich vor Glück!
Die beiden waren eine Einheit – das konnte jeder spüren!
Nach so langer Zeit war nichts außer Liebe und Verständnis zwischen ihnen.
Sheila, die niemals mit anderen Hunden gemeinsam aus ihrem Zwinger durfte, verließ unser Tierheim hoch erhobenen Hauptes „bei Fuß“ an der Seite ihres Herrchens. Ohne Leine aber mit der Sicherheit geliebt zu werden und durchschritt gelassen die Hundemeute, mit der sie nie klar gekommen war.
… und sie hat doch gewartet! Zu Recht!
Blindenhund Jessy
Thorsten Finger ist ein schwer sehbehinderter Mann, der trotz allem Leid nicht das Positive im Leben vergessen hat.
Nach einer hässlichen Kindheit wurde bei ihm eine Augenkrankheit festgestellt, die zur Blindheit führt. Nach 40 Operationen am Auge hat er zwar diesen Kampf verloren, aber durch Jessy, seinen Blindenführhund, hat er trotz allem Kontakt zu seiner Außenwelt und ist ein lebensbejahender Mensch.
Jessy ist eine zweieinhalbjährige Labrador-Hündin, die voll ausgebildet als Blindenführhund im August 2009 zu Thorsten kam, um sein Auge zu sein.
Die Kosten für die Anschaffung von Jessy und ihre monatlichen Futterkosten wurden und werden von seiner Krankenkasse übernommen.
Wir haben Thorsten und Jessy erlebt, als Jessy angekommen war, er lebte auf und wir haben hier ein wirkliches Dreamteam gesehen.
Nun wurde im März 2010 bei Jessy Arthrosen in linken und rechten Schulterblatt festgestellt. Auf der linken Seite waren die Arthrosen so weit fortgeschritten, dass ihr in einer Operation die Bizeps-Sehne durchtrennt werden musste. Auch diese OP-Kosten des Hundes wurden von der Krankenkasse erstattet.
Schon die nachfolgende postoperative Behandlung im Hort, wo einfach Jessy rundum versorgt wurde, wurde von der Krankenkasse nicht mehr ersetzt.
Da Jessy eine weiterführende Therapie benötigt, um wieder voll und ganz als Blindenführhund einsatzfähig zu sein, und auch eine spezielle Behandlung benötigt, damit die Arthrose in der rechten Schulter aufgehalten werden kann, wendete sich Thorsten auch hier wieder vertrauensvoll an seine Krankenkasse und erhielt hier aber einen Schlag ins Gesicht: bezahlt werden nur die „Instandsetzungsmaßnahmen für das technische Hilfsmittel“, nicht aber die Rehabilitationsmaßnahmen.
Gleichzeitig ist die Krankenkasse aber verpflichtet, für den einsatzfähigen Zustand des Blindenführhundes Sorge zu leisten.
Ohne die nötigen Reha-Maßnahmen wie therapeutisches Schwimmen, um die Muskulatur zu stärken, ohne die nötigen Vorsorge-Maßnahmen, um die Arthrose in der rechten Schulter zu bremsen, was mit einer Blutegel-Therapie möglich ist, wird Jessy nicht zu 100% wieder einsatzfähig sein.
Die Kosten hierfür werden insgesamt sicherlich 5.000 Euro nicht überschreiten, demgegenüber würde ein Kostenaufwand für die Krankenkasse bei einem neuen Blindenführhund von rund 25.000 Euro stehen.
Einen Blindenführhund kann man auch nicht einfach wie einen Rollstuhl umtauschen, es handelt sich doch immer noch um ein lebendes Wesen, das mit seinem Blinden auch „können“ muss. Um ein eingeschworenes Team zu bilden, dauert es Monate. Und dieser Hund ist zwar ein Arbeitstier, aber trotz allem ein Hund, dem der blinde Mensch nicht nur Vertrauen schenkt, sondern auch Liebe, Streicheleinheiten, einfach auch ein wirklicher Teil seines Lebens.
Wir bitten Sie, sich dieser Sache anzunehmen und darüber zu berichten. Vielleicht findet dann die Krankenkasse wieder auf den richtigen Weg zurück und übernimmt die so nötigen Therapien.
In diesem Zusammenhang könnten Sie vielleicht auch über die Arbeit von und den Umgang mit Blindenführhunden berichten. Es gibt hier so viele Missverständnisse und zum Teil auch Vorurteile, dass es sich sicher lohnen würde, Ihrem Publikum hier Informationen zu geben.
Wir haben uns dieser Sache angenommen, weil es Thorsten und Jessy verdient haben, wieder ein Dreamteam zu werden, um gemeinsam durchs Leben zu gehen.
Bitte kämpfen Sie mit uns für den guten Ausgang der Sache
17.04.2010
Artikel Bildzeitung
Warum zahlt niemand die Reha für Blindenhund Jessy?
Es geht um 5000 Euro! Die Kasse lehnt den Antrag ihres Herrchens ab
Der schwer sehbehinderte Thorsten Finger mit Blindenführhündin Jessy. Er wandte sich an BILD
Foto: Meike Wirsel
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17.04.2010 - 00:43 UHR
Von K. DERSTROFF
Sie sind ein perfekt eingespieltes Team: Der schwer sehbehinderte Thorsten Finger (41) und sein Blindenführhund „Jessy“ (2). Doch jetzt droht diese Partnerschaft auseinander gerissen zu werden!
Der Ratinger verzweifelt: „Meine Hündin braucht nach einer Schulter-Operation dringend weitere medizinische Reha-Behandlungen. Aber dafür will meine Krankenkasse nicht zahlen!“
Für den fast blinden Mann (nur noch 3 Prozent Sehkraft auf einem Auge) eine Katastrophe. „Ohne die Reha wird mein Hund nicht mehr zu 100 Prozent einsatzfähig sein“, ist er sich sicher. Was Finger nicht versteht: „Ein neuer Blindenführhund würde die Krankenkasse mindestens 20000 Euro kosten. Rund fünf Mal mehr als die Reha-Kosten.“
Trotzdem stößt er bei seiner Kasse auf Widerstand. Finger: „Bezahlt würden nur die ‚Instandsetzungsmaßnahmen für das erweiterte technische Hilfsmittel‘, sprich: meinen Hund, nicht aber die Reha-Maßnahmen.“
Doch der Ratinger gibt so leicht nicht auf. Er kämpft weiter für seinen treuen Wegbegleiter auf vier Pfoten: „Meine Jessy kann ich ja nicht einfach so austauschen wie einen Rollstuhl. Gegen den Ablehnungsbescheid habe ich Widerspruch eingelegt. Schließlich habe ich Anspruch auf einen Blindenführhund in einem vollkommen gesunden und leistungsfähigen Zustand.“
Die Krankenkasse will den „Finger-Fall“ jetzt noch einmal prüfen. BILD bleibt dran!
( ungefähr im letzten drittel der Bericht von den Beiden )
21.04.2010
http://www.youtube.com/watch?v=CU9HmTHer2o
30.4.2010
Montag, 03. Mai, um 19:30 Uhr der Bericht im WDR "Lokalzeit aus Düsseldorf" zu sehen
25.9.2010
Hallo Ihr Lieben alle,
bitte entschuldigt, dass ich erst heute wieder einen Bericht abgebe!
Diese zeitliche "Leere" hat nichts damit zu tun, dass hier nichts passiert oder alles "in Butter" wäre.
Ganz im Gegenteil!
In den letzten ca. 6 Wochen ging hier richtig der Punk ab, Jessy und ich hatten kaum Zeit zum Luftholen
Am 07.08. habe ich ja einen sehr ausführlichen Bericht (auch zu der Finanzierung der einzelnen Maßnahmen), siehe Seite 44, geschrieben.
Seither ist einiges passiert, über das ich Euch nun so kurz und knapp, aber auch lückenlos, informieren möchte.
Blutgel-Therapie:
Jessy hat mittlerweile drei der fünf vorgesehenen Behandlungen hinter sich gebracht und hier gibt es POSITIV zu vermelden, dass die kleinen Biester SEHR GUTE Arbeit verrichtet haben! Der rechte Ellbogen, der von der Arthrose doch auch sehr stark in Mitleidenschaft gezogen war, ist fast wieder uneingeschränkt beweglich! Ihr könnt Euch vorstellen, wie dankbar ich dafür bin! Da haben diese kleinen Egelchen doch tatsächlich Herrn Rösler und der Pharmaindustrie ein Schnippchen geschlagen
Einziger Wehrmutstropfen: Die ca. 400,00 EUR, die ich ja von anderer Stelle für die Behandlung erhalten sollte, sind - näher möchte ich darauf hier nicht eingehen - nun nicht für die BET, sondern für die Hydrotherapie eingesetzt worden. Dies bedeutet, dass die Rechnung, die nach Abschluß ca. 630,00 EUR betragen wird, noch nicht gedeckt ist Aber das Geld kommt Jessy ja dennoch zugute, weil die Hydrotherapie so um ca. ein halbes Jahr verlängert werden kann.
Gold-Akupunktur:
Hier können wir nun auch endlich vermelden, dass der Termin für die geplante Behandlung nun auf den 14.10. verbindlich terminiert worden ist. Dies war lange noch unsicher, weshalb ich auch hier auf zwischenzeitliche "Wasserstandsmeldungen" verzichtet habe, denn Unsicherheit hätte auch von Euch niemandem etwas geholfen.
Die GA wird von einer sehr, sehr erfahrenen Spezialistin auf diesem Gebiet durchgeführt. Da Wildeshausen nicht gerade um die Ecke liegt, werden Jessy und ich dann wohl auch zwei Nächte im Hotel verbringen, da der Stress für uns beide sonst zu hoch wäre. Denn nach der Behandlung "darf" Jessy zwei Wochen nur Schritt an der Leine laufen - das kann "ja heiter" werden Aber da muss sie durch, denn ansonsten könnte sie schlimme Schmerzen durch auftretenden Muskelkater bekommen.
Am vergangenen Dienstag haben wir eine komplette Röntgen- und CT-Untersuchung durchführen lassen, um mögliche bzw. weitere, schwerwiegende Verletzungen bzw. Schädigungen komplett ausschließen zu können, bevor wir uns für die GA entschieden haben.
Bei diesem Termin wurde dann festgestellt, dass die Arthrose in beiden Schultern tatsächlich schon erheblich fortgeschritten ist (im Vergleich zu März), dass aber eben auch der rechte Ellbogen schon Entlastung durch die Egel bekommen hat.
Aber nun sind leider leichte Ansätze von Schwierigkeiten mit den Bandscheiben (leichte Vorwölbungen in den Wirbelkanal) zum Vorschein gekommen. Nichts Dramatisches, aber ein eindeutiges Indiz dafür, dass die GA JETZT durchgeführt werden sollte, um weitere Verschlechterung zu vermeiden.
Allgemeine Gesundheit:
Jessy macht zur Zeit wirklich viel mit!
Sie hatte vor ca. vier Wochen zum ersten Mal heftigen Durchfall, von dem sie sich bis heute nicht wirklich erholt hat. Durchfall hatte sie in der Zwischenzeit nur noch einen Tag (letzten Sonntag), aber der Magen rebelliert seither und nun haben wir bei einer Blut- und Kotuntersuchung festgestellt, dass ihre Darmflora völlig durcheinander geraten ist. Nun muss sie auch noch hier Zusatzfutter fressen (Darmaktivierung). Wir hoffen, dass das dann in spätestens vier Wochen endgültig ausgestanden ist.
Jessy`s Wesen
Ihr habt ja auch gelesen, dass ich mir eine Hundetrainerin "gegönnt" habe, die Jessy ein wenig mehr fordern sollte. Die Trainerin war total begeistert von ihr und hat gesagt, sie habe selten ein so waches und intelligentes Labi-Mädchen gesehen, es sei faszinierend, wie euphorisch und lernwillig Jessy mitarbeiten und wie schnell sie lernen würde. Ich habe eben ein schlaues Mädchen
Seit ca. drei Monaten ist unsere "Eingewöhnung" nun auch endgültig abgeschlossen! Jessy ist so lieb und treu, hört unglaublich gut - bis auf die Fälle, wenn sie Leckeres findet -, ist zu jedem sehr, sehr liebenswert, dass es einem die Sprache verschlägt Egal, wann sie in die Klinik kommt, sie verzaubert alle mit ihrem Charm und ihrer FREUDE, behandelt zu werden. Eine Ärztin hatte sogar den Wunsch, einen Welpen bzw. eine Schwester von Jessy bekommen zu können, weil sie nach eigener Aussage "noch keinen so lieben Hund" gesehen hätte
Das ist wirklch Balsam auf meine Seele, denn ich hatte hier auch schon sehr ärgerliche Begegnungen mit "Hundehaltern", die offenbar immer noch meinen, dasss ein Hund wie ein Kind zu sehen ist, das alles darf, Hauptsache, es hat Spaß, frisst sich voll und muss nicht gehorchen - weil das ja lieblos wäre
Mehr gibt es aktuell nicht zu berichten, bis auf den Hinweis, dass eben all die Therapien, die zur Zeit laufen bzw. anstehen (BET und GA) sehr kostspielig sind und die Krankenkasse diese mit großer Wahrscheinlichkeit NICHT finanzieren wird. Jessy ist also weitehin auf die Hilfe von lieben Freunden angewiesen. Vielen Dank allen, die hier mithelfen, dass die so notwendigen Behandlungen durchgeführt werden können!
Ganz liebe Grüße
Thorsten mit Jessy
Von Jens Grote
Für euch verdammte Tierversuchsärzte empfinde ich nichts außer Verachtung. Wie könnt ihr es wagen, die Aussicht auf Forschungserfolge über mein Schmerzempfinden und meine Qual zu stellen? Wisst ihr eigentlich, wie uninteressant es für mich ist, ob eure Kosmetik hautverträglich ist? Ich benutze solchen Schund nicht, schmiert es euch also gefälligst selbst in die Augen, wenn ihr wissen wollt, wie sehr es dort brennt. Könnt ihr euch vorstellen, wie egal mir Heilungsmethoden für menschliche Krankheiten sind? Ich bekomme diese Krankheiten wenn dann nur künstlich durch eure Hand, lasst mich also in Ruhe und testet euren Dreck an euren eigenen Kranken. Ihr nennt mich Verbrauch, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Wie geisteskrank muss man sein, um Jagd auf Wehrlose als sein Hobby zu ergreifen? Was gibt es euch, wenn ihr feige aus dem Hinterhalt Unschuldige ermordet? Unschuldige, die ihr euch selbst regelmäßig heranzüchtet, um dann genauso regelmäßig zu behaupten, ihr müsstet sie ermorden, da die Population sonst zu gross wird. Diese Population sind meine Mütter, meine Väter, meine Brüder und Schwestern, die ist nur in euren Mörderaugen zu groß, und selbst wenn sie es wäre, hättet ihr kein Recht auf einen Mord, eure dicken Kinder und Verwandte werden trotz Überpopulation ja auch nicht einfach abgeknallt. Wie widerlich muss man überhaupt sein, um aus unseren Leichen dann noch stolz eine “Strecke” zu legen und diese geifernd abzufotografieren? Gibt es etwas Grausameres, als sich Köpfe von Leichen in sein Wohnzimmer zu hängen, nur um aller Welt zu zeigen, was für ein armes, feiges Menschlein man ist? Ihr nennt mich Wild, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Über euch Abschaum Metzger will ich mich eigentlich gar nicht auslassen. Wie stumpfsinnig muss man sein, um sein tägliches Leben hauptsächlich damit zu verbringen, uns die Kehlen durchzuschneiden, uns durch künstliche Schlaganfälle umzubringen oder uns auf andere bestialische Art und Weise zu ermorden? Werdet ihr wenigstens manchmal nachts wach, wenn unsere Todesschreie nicht in euren Köpfen verklingen wollen? Oder seid ihr selbst für einen Hauch von Gewissen schon zu kalt? Ihr nennt mich Schlachtvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Damit sind wir bei euch, die unsere Leichen in sich reinstopfen und sich zur Verteidigung rosarote Scheinwelten aufbauen. Diese Scheinwelten sind aus meiner Sicht allerdings blutrot, denn ich atme nicht auf, wenn ich vor meiner Hinrichtung ein schönes Leben hatte. Mich beruhigt es auch nicht, dass meine Hinrichtung immer schneller vonstatten geht, auch ist es für mich kein Anreiz, dass meine Anfahrt zur Hinrichtung immer kürzer wird, eure Kämpfe für diese Dinge könnt ihr euch sonstwohin schieben, denn im Endeffekt will ich einfach nicht sterben. Weder schnell, noch gut, noch schmerzlos oder was weiß ich, was für pervertierte Adjektive ihr zu eurer Verteidigung aufbauen wollt. Ihr nennt mich Nahrung, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Dann kommen wir zu euch, die es als nicht schlimm empfinden, von seiner Mutter getrennt zu werden. Wenn dem so ist, warum macht ihr so ein Theater daraus, wenn eurer Mutter etwas zustösst? Ist Mutterliebe in euren Augen nur beim Menschen vorzufinden? Wer gibt euch das Recht, uns Muttermilch, Menstruationsprodukte, Wolle, Honig und was weiß ich noch zu rauben und das Ganze dann damit zu verteidigen, dass wir das gerne geben würden und uns die Qual dafür egal wäre? Ihr seht Zufriedenheit in meinen Augen, wenn wir uns treffen? Warum spüre ich diese Zufriedenheit dann nicht und warum sehe ich in euren Augen nur Selbstüberschätzung und Arroganz? Warum melkt ihr nicht eure eigene Art, wenn das so natürlich ist? Warum pumpt ihr nicht eurer Art Ejakulat ab, wenn ihr damit unbedingt eure Perversitäten befriedigen müsst? Weil das bei eurer Art unwürdig und gesundheitlich bedenklich wäre? Und weil ich keine Würde und kein Recht auf Gesundheit habe? Ihr nennt mich Nutzvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Und was ist bei euch geistig schiefgelaufen, die ihr uns einkaserniert, uns den Willen brecht und uns dann stolz eurer Art präsentiert? Gibt euch das ein Gefühl von Macht, wenn ihr uns gefangen haltet und uns ein artgerechtes Leben in Freiheit verweigert? Ist das der Grund, warum ihr uns gnadenlos weiterzüchtet, um noch gnadenloser immer mehr Käfige mit uns zu füllen? Fühlt ihr euch gut amüsiert, wenn wir unsere Würde aufgeben und für Futter oder aus Angst vor Strafe irgendwann Männchen machen oder auf Fahrrädern durch Zirkuszelte fahren? Ihr nennt mich Attraktion, mein Name ist Tier und ich hasse euch.
Zum Schluss sind wir bei euch angelangt, der verschwindend kleinen Gruppe von Menschen, die uns Tiere achtet, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Ich liebe euch nicht, ich mag euch nicht und ich möchte nicht unbedingt mit euch zusammenleben, aber ich respektiere euch dafür, dass ihr das auch gar nicht verlangt und das Fehlen von Liebe und Unterwerfung nicht mit meinem Tod bestraft. Vielleicht bekommen wir irgendwann mal eine Chance, uns auf Augenhöhe kennenzulernen, wir werden sehen, wie ich euch dann beurteile. Ihr nennt mich Tier, das ist mein Name und ihr seid eine Hoffnung.