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Schöne Tage,
nicht weinen, wenn sie vergangen,
sondern lachen, dass sie gewesen
Casper
Ich war mal wieder im Tierheim unterwegs , nein nur so ,
wollte schauen ob ich was helfen kann oder auch organisieren.
Ich sammele schon seit Jahren Geld , Decken , Handtücher , Bettwäsche , Näpfe , Leinen, Transportboxen und alles was so an tierischen Sachen anfällt und bringe Sie zu den Tierheimen die , die Sachen brauchen, oder kaufe direkt die Sachen die gebraucht werden. So weiss ich das, dass Geld dahin kommt , wo es hingehört und nicht in irgendwelchen Verwaltungskram oder Kaffeekassen untergeht .
Das ganze Heim war mal wieder rappelvoll ! In einem Zwinger sassen 6 kleine Wuffis , Rassen quer Beet und auch Altersmässig von jung bis alt .
Einer jabbelte mich an und schaute mich an und rannte immer wieder zur Tür .
Aber nun gut , bei dem Theater hier macht das wohl jeder , nur bei Ihm fiel es mir mal wieder besonders auf .
Ich ging die Gänge ab und schaut mir die ganzen Kanidaten an ,um zu sehen was man brauchte und wer ,wo ,was dringend nötig hatte.
Auf mal stand der Kleine, aus dem sechser Zwinger, neben mir , schaute mich an und rannte zum Ausgang .
Ich fragte das Personal was denn mit dem los sei und die Antwort war wie immer , der ist alt ,den will keiner mehr . Wie kam der denn aus dem Zwinger ? Da wird gerade sauber gemacht und er ist wohl weggelaufen . Wir machten die Aussentür auf um Ihn ein bischen rennen zu lassen , aber er rannte schnurrstracks auf mein Auto zu , setzte sich davor als wenn er sagen wollte ,
beeil Dich mal , ich will nach Hause .
Alles lachte und sagte , tja da wirste jetzt wohl nicht drumrumkommen , das ist jetzt Deiner .
Auf dem Parkplatz standen mindestens 8 Autos , wieso ich ?
Naja gut , dann hab ich jetzt dann wohl einen kleinen alten Hund .
Ich machte die Autotür auf und als wenn es das normalste von der Welt war , hüpfte er auf die Hutablage und legte sich hin .
Alles lachte und wir sagten gut , dann solls wohl so sein und naja, die letzten Monate soll ers noch gut haben .
Es war unübersehbar das er ein gewisses Alter hatte und das seine Tage wohl auch gezählt waren .
Wir fuhren nach Hause und das Spiel ging weiter.
Er sprang aus dem Auto raus ,schüttelte sich und rannte die Treppen hoch ins Haus als wenn er schon seit ewigen Zeiten hier lebte .

Ich war platt .
Da er den typischen Geruch des Tierheimes mitbrachte , ging der Weg , dann zwangsweise , in die Wanne . Er ertrug es mit beleidigter Gelassenheit , so nach dem Motto , na wenn Dir das ein Bedürfniss ist ,mach. Nachdem er dann sauber war , rannte er auf die Couch und wälzte und schubberte sich bis er total ausser Atem war.
Dann schlief er ein als ----- ich wiederhole mich ;-)
Der erste offizielle Weg führte mich natürlich zu meinem Tierarzt um Ihn durchschecken zu lassen .
Das Ergebniss war nicht wirklich neu , alt und nicht mehr viel zu erwarten , das sind die letzten Monate die anbrechen und zu dünn , Krallen schneiden, Ohren säubern und bitte nicht überanstrengen.
Ha ha ha , Casper lebte noch ganze 8 Jahre bei mir , war der Held der Kinder , trug seinen Namen mit stolz , fuhr mit mir alle Autos ein und war aus Ihnen auch nur schwer rauszubekommen ,wenn wir dann mal auf Tour waren .
Er verkniff sich alles nur um mitfahren zu können und als ich mal eine Woche im Krankenhaus lag und das Auto dort auf dem Parkplatz stand , war er mehr als schwer beleidigt als ich wiederkam.
Er begrüßte mich nicht , nein , er sprang ins Auto beschnüffelte alles , ging auf seine Hutablage und da blieb er ganze drei Tage .
Ich lies die Tür auf so das er rauskonnte , aber nein , selbst in der Nacht war er im Auto.
Wer Ihn kannte, wusste das Casper , wenn es um Gewitter oder anderes nächtliches gerummel ging , der Schisser hoch drei war und nicht schnell genug unter die Bettdecke kam .
Fuhr ich mal mit Jemanden mit , musste ich Ihn in unser Auto tun um in Ruhe weg zu können.
Tat ich es nicht , lag er mitten auf der Strasse , vorm Auto und in den Anfängen konnte ich die Uhr danach stellen ,das Nachbarn anriefen weil sie meinten ,er ist überfahren worden.
Es kam auch keiner an Ihm vorbei , nein , er liess sich tragen als wenn er kurz vorm verrecken war . Kam ich wieder , würdigte er mich keines Blickes , lief die Treppe hoch und tat als wenn ich Ihm das Herz herrausgerissen hätte.
Die Nachbarschaft kannte seine Macken und wenn ichs denn bei 30 Grad nicht machen wollte und hoffte ,er bliebe auch mal Zuhause ohne Ihn ins Auto zu sperren , liessen sie Ihn hinein.
Er haute durch die Katzenklappe ab und suchte nach dem Auto.
Er konnte auch Stundenlang im Auto warten , ohne Wasser zu trinken , was ich Ihm immer hinstellte , ohne Nahrung , was ich auch immer dabei hatte , hauptsache er war im Auto dabei.
Er starb auch im Auto , so wie er es sich gewünscht hatte und wir Alle es vorrausgesagt hatten , aber wie gesagt ,sehr viel später als Alle dachten und auch sehr plötzlich ,
obwohl , -----
man will es ja nicht unbedingt wahr haben wenn die Uhr abgelaufen ist .
Aber mit 18 Jahren hatte er ein erfülltes, Autointensives Restleben gehabt . ;-)


copyright by A.Brüggemann
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